Zwischen Leerstand und Luxus

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Unter dieser Überschrift berichtete kürzlich die Märkische Oderzeitung über die Bilanz der Wohnungsbau- und Hausverwaltungs GmbH Eberswalde.

Wie der WHG-Geschäftsführer Hans-Jürgen Adam erläuterte, weist das Jahresergebnis der WHG für 2013 ein Plus von 1,2 Millionen Euro aus. Dabei handele es sich um einen Vermögenszuwachs, denn der Gewinn resultiere aus wertsteigernden Maßnahmen. 10,5 Millionen Euro habe die WHG im vorigen Jahr in ihrem Bestand von knapp 6.000 Wohnungen investiert, davon mehr als sechs Millionen Euro in Modernisierungen, Sanierungen und Instandsetzungen, weitere gut vier Millionen Euro seien in die Instandhaltung geflossen.

Ungeachtet der millionenschweren Investitionen stünde aktuell jedoch jede achte Wohnung des Unternehmens leer. Das Gros, weil die Wohnungen aufgrund ihres Zuschnittes schlichtweg nicht vermietbar seien. Den höchsten Leerstand gäbe es in der Stadtmitte mit immerhin gut 26 Prozent. Trotz dieser hoch anmutenden Quote, so Adam weiter, bewege man sich in der Mitte der kommunalen Unternehmen in den neuen Ländern. Natürlich werde die WHG die Bemühungen, den Leerstand zu beseitigen, forcieren. Bei zwei Dritteln der vermietbaren Wohnungen handele es sich um sogenannten Einzelleerstand. Dessen Beseitigung, so der Geschäftsführer, sei mit erheblichem Aufwand verbunden. Sanierung, Renovierung und Herrichten einer solchen Wohnung koste die Gesellschaft durchschnittlich 5.600 Euro, im Einzelfall bis zu 15.000 Euro. Auch der Leerstand selbst verursache hohe Kosten. Der Erlös des Unternehmens würde so um zwei Millionen Euro geschmälert. Aus diesem Grund habe die WHG für das brandenburgische Viertel noch einmal den Abriss zweier Blöcke in die Planungen aufgenommen.