Zur Stadt gehört der Fremde. Städte sind seit jeher die Schmelztiegel der Gesellschaft. Sie sind aber auch der Ort, an dem sich die Probleme bei misslingender Integration von Zuwanderern in besonderem Maße manifestieren. Wie kann die Integration der Zuwanderer gelingen? Sind Stadtteile mit hohem Ausländeranteil ein Integrationshindernis oder erleichtern sie vor allem Neuzugewanderten das Hineinwachsen in die deutsche Gesellschaft? Was können Kommunen und Wohnungsunternehmen zur sozialräumlichen Integration von Migranten beitragen?
Diesen Fragen stellt sich das Projekt "Zuwanderer in der Stadt", das die Schader-Stiftung, der GdW, der Deutsche Städtetag (DST), das Deutsche Institut für Urbanistik (difu) und das Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) seit Januar 2004 durchführen. Die gesellschaftliche und ökonomische Umsetzbarkeit hat Priorität in diesem praxisorientierten Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Ausgangsüberlegung ist die Beobachtung, dass die "Integrationsmaschine" Arbeitsmarkt in Zeiten wachsender Arbeitslosigkeit immer weniger greift, und somit die Wohnquartiere als Lebensmittelpunkt für die Integration an Bedeutung gewinnen.Das Projekt ruht auf zwei Säulen, nämlich dem zehnköpfigen "Expertenforum" sowie einem Netzwerk aus acht Großstädten.Die erste Projektsäule: Das interdisziplinäre "Expertenforum"Im "Expertenforum" haben in 2004 Wissenschaftler mit Praktikern aus Wohnungswirtschaft und Kommunalverwaltung Erkenntnisse zur sozialräumlichen Integration von Zuwanderern gebündelt und systematisiert. Diese für Kommunalpolitik und -verwaltung sowie für die Wohnungswirtschaft niedergelegten "Empfehlungen zur stadträumlichen Integrationspolitik" wurden auf einer Tagung am 11. Februar 2005 in Berlin vorgestellt.Die zweite Projektsäule: Das "Praxis-Netzwerk" aus acht deutschen GroßstädtenDie vom "Expertenforum" erarbeiteten Empfehlungen werden ab Februar 2005 von der zweiten "Säule" des Projektes, dem "Praxis-Netzwerk", erprobt, um jeweils vor Ort die Praxis der sozialräumlichen Integration zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Am "Praxis-Netzwerk" nehmen Berlin-Mitte, Hamburg, Essen, Hannover, Mannheim, München, Nürnberg und Frankfurt am Main teil.Wissenschaftlich begleitet werden die Städte des "Praxis-Netzwerks" von den Verbundpartnern difu und InWIS. Die beiden Forschungsinstitute haben 2004 die örtlichen Gegebenheiten in den kooperierenden Städten erhoben und werden nach der Umsetzung der Empfehlungen eine weitere Evaluation vornehmen. Ihre Ergebnisse sollen im Juni 2006 veröffentlicht werden. Nach weiteren drei Jahren soll überprüft werden, wie sich die entwickelten Instrumentarien in der Praxis bewährt haben. Ziel ist es, dass die bewährten Praktiken von den Kommunen und der Wohnungswirtschaft übernommen werden können.Die Empfehlungen stehen im Internet-Angebot des BBU als PDF-Dokument zum Download bereit oder können bei der Projektgeschäftsstelle angefordert werden:Schader-StiftungKarlstraße 8564285 DarmstadtTel.: 06151 / 1759-0, Fax: 06151 / 1759-25Internet: www.zuwanderer-in-der-stadt.deE-Mail: kontakt@schader-stiftung.de Empfehlungen
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294AA_empfehlungen_zur_stadtaeumlichen_integrationspolitik
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