Die Vorhaben stellen sich unterschiedlichen Herausforderungen des Wachstums und wollen Ergebnisse entwickeln, die auch von anderen Bezirken und Kommunen umgesetzt werden können. Die drei Partnerschaften und deren Aufgabenstellungen sind:
- Wie kann der regionalen Mehrbedarf an sozialer Infrastruktur, insbesondere für Schulen und Kindergärten ermittelt und untereinander abstimmt werden? Ziel ist es, ein Tool zu entwickeln und hierfür gemeinsam neue Standorte planen. Beteiligt sind der Bezirk Marzahn-Hellersdorf und der Landkreis Märkisch-Oderland mit den Städten Altlandsberg und Strausberg, den Gemeinden Hoppegarten, Neuenhagen bei Berlin, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen/Eggersdorf, Rüdersdorf bei Berlin und Rehfelde.
- Wie können länderübergreifende Radschnellwege entwickelt werden, um insbesondere auch Pendlern neue Verkehrswege zu eröffnen? Für dieses Projekt haben sich der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf, der Landeshauptstadt Potsdam, der Stadt Teltow und die Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf, Nuthetal und Schwielowsee zusammengetan.
- Was kann getan werden, um den Stückguttransport zwischen dem Güterverkehrszentrum Großbeeren und dem Gewerbe- und Industriegebiet Motzener Straße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg besser zu bündeln, um die Wirtschaftsverkehre zu minimieren? Die Stadt Ludwigsfelde, der Bezirk Tempelhof-Schöneberg und die Gemeinde Großbeeren wollen somit die Gesamtverkehrsbelastung der Region verringern.
Allen Projekten ist gemein, dass sie Themen an den „Nahtstellen“ entlang der Ländergrenze aufgreifen und durch ein interkommunales Zusammenwirken modellhafte Lösungen entwickeln möchten, die bisher über die Landesgrenzen hinaus noch nicht angegangen wurden.
Hintergrund:
Zur Umsetzung des seit 1. Juli 2019 in Kraft getretenen neuen Landesentwicklungsplans Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR) unterstützen die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg erstmals gemeinsam die kommunalen Akteure bei der Gestaltung von Wachstum. Dafür gibt es derzeit in einem ersten Schritt Angebote für Berliner Bezirke und brandenburgische Umlandgemeinden. Weitere für Städte der Zweiten Reihe und deren Umland sowie für alle Gemeinden in den ländlichen Räumen der Hauptstadtregion, die von den Entwicklungsimpulsen aus den umliegenden Metropolen wie Stettin, Hamburg, Leipzig und Dresden profitieren können, werden folgen. Neben den o.g. Projekten wird auch das Achsenentwicklungskonzept im Nord-Ost-Raum entlang der neuen Siedlungsachse nach Wandlitz sowie das gemeindeübergreifende Entwicklungskonzept Ahrensfelde-Werneuchen vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung unterstützt.
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