Im ersten Halbjahr 2010 haben 2.351 Berliner mit insgesamt 113,2 Mill. Euro Verbindlichkeiten bei den Berliner Amtsgerichten eine Verbraucherinsolvenz beantragen. Das waren 280 mehr als im Vorjahreszeitraum. In Brandenburg stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 42 Fälle auf 2.109.
In Berlin betrugen die durchschnittlichen Schulden je Verbraucher 48.200 Euro. Dabei war nach Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg die Bezirke Lichtenberg mit 299 Verfahren (Anteil: 12,7 %), Neukölln mit 289 Verfahren (Anteil: 12,3 %) und Marzahn-Hellersdorf mit 253 Verfahren (Anteil: 10,8 %) am stärksten betroffen. Bezieht man die Höhe der offenen Forderungen in die Anzahl der Verfahren ein, so wird die Rangliste von Charlottenburg-Wilmersdorf mit 68.600 Euro, Pankow mit 57.700 Euro und Spandau mit 55.300 Euro angeführt.In Brandenburg betrug die Gesamtsumme der ausstehenden Gläubigerforderungen 95,8 Millionen Euro und damit rund elf Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Die durchschnittliche Verschuldung der Verbraucher mit rund 45.400 Euro lag leicht über dem Vorjahreswert (41 800 Euro). Im Landkreisvergleich wurden die meisten Verbraucherinsolvenzen für die Landkreise Oberhavel mit 227 Verfahren sowie Märkisch-Oderland mit 215 Verfahren ermittelt. Bei der durchschnittlichen Verschuldung je Verbraucher lagen die Landkreise Teltow-Fläming mit 89.000 Euro und Havelland mit 71.100 Euro deutlich über dem Landesdurchschnitt. Aus der Landeshauptstadt Potsdam kamen im Vergleich der kreisfreien Städte die meisten von der Insolvenz betroffenen Verbraucher (136 Personen mit 5,1 Mill. Euro Schulden). Verglichen mit dem Landesdurchschnitt sind hier die Schulden je Verbraucher mit 37.900 Euro jedoch geringer.
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