ZAHL DER FIRMENINSOLVENZEN SINKT, WÄHREND DIE VON PRIVATINSOLVENZEN DRAMATISCH STEIGT

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Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,2 Prozent auf 18.700 Fälle gesunken. Hingegen nahm die Zahl der Privatinsolvenzen im Berichtszeitraum um mehr als ein Drittel auf 21.870 Fälle angestiegen ist. Dies berichtet aktuell die Wirtschaftsauskunftei Credit Reform. Erstmals seit fünf Jahren sei ein Rückgang der Unternehmensinsolvenzen auch in Westdeutschland zu verzeichnen, während deren Zahl in den neuen Ländern bereits seit 2003 kontinuierlich absinke. Dennoch könne nicht von einer Entwarnung gesprochen werden, so Credit Reform. Zwar sei der Zenit der Unternehmensinsolvenzen wohl überschritten, das Niveau bleibe aber weiter hoch. Aufgrund der strengen Kreditvergabe nach Basel II komme es zudem verstärkt zu  einem stillen Heimgang von Unternehmen. Dies belege die um fast acht Prozent gestiegene Zahl der Löschungen aus dem Handelsregister.Im Hinblick auf die Privatinsolvenzen bezeichnete die Auskunftei ca. drei Millionen deutsche Haushalte als überschuldet, weswegen mit einem weiteren Anstieg der Fälle von Zahlungsunfähigkeit zu rechnen sei. Auslöser für einen Übergang aus der weit verbreiteten Ver- in die Überschuldung sei meiste Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Trennung vom Lebenspartner. Auch die einfache Kreditvergabe durch die Banken und die mangelnde finanzielle Bildung vieler Bürger hätten zur Verschärfung der Situation beigetragen.