Die Region Berlin-Brandenburg ist mit einem Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen um 1,0 Prozent im Jahr 2010 führend beim Beschäftigungsaufbau unter den Bundesländern Deutschlands. Im Durchschnitt des Jahres waren in der Region 2.754.900 Personen erwerbstätig und damit 28.400 Personen mehr als ein Jahr zuvor.
Allerdings ist mit dieser Entwicklung die Ausweitung der Arbeitsplätze nochmals schwächer als schon in den vorangegangenen Jahren seit 2007 ausgefallen (2007: +2,2 Prozent, 2008: +1,9 Prozent, 2009: +1,4 Prozent). Nach ersten Berechnungen des Arbeitskreises "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" war Berlin mit 17.000 Personen am Anstieg der Erwerbstätigkeit in der Region beteiligt, was im Jahresdurchschnitt einem Zuwachs um 1,0 Prozent auf insgesamt 1.684.900 Personen entsprach. Mit dieser Entwicklung, die nicht mehr so positiv verlief wie noch im Jahr zuvor (2009: +1,8 Prozent) bremste Berlin 2010 den Beschäftigungsaufbau in der Region ab. Dagegen legte Brandenburg 2010 mit einem Plus von 1,1 Prozent oder 11.300 Personen auf insgesamt 1.070.000 Personen nach der krisenbedingten Abschwächung im Jahr 2009 (+0,9 Prozent) wieder zu.In Deutschland wurde im Jahr 2010 eine Zunahme der Erwerbstätigen um 0,5 Prozent oder 212.000 Personen auf insgesamt 40,48 Millionen Personen erreicht. Dies ist ein neuer Höchststand in der Beschäftigung in Deutschland.In fast allen Bundesländern ist 2010 die Zahl der Erwerbstätigen wieder gestiegen, nachdem das Jahr 2009 auf Grund der Wirtschaftskrise durch Beschäftigungsverluste gezeichnet war. Von den Stadtstaaten erzielte 2010 außer Berlin auch Hamburg weiterhin einen beachtlichen Anstieg von 0,8 Prozent.Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter mitteilt, trugen in Berlin und Brandenburg 2010 insbesondere die Arbeitnehmer Beschäftigungsgewinne davon. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat in beiden Ländern im letzten Jahr weiterhin überdurchschnittlich zugenommen. Auch die Zahl der Personen in ausschließlich geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen ist hier weiterhin gestiegen, während sie in allen anderen Ländern 2010 schrumpfte. Allerdings wurden auch in Berlin und Brandenburg Arbeitsgelegenheiten (1-Euro-Jobs) zurückgefahren. Insbesondere in Berlin wurden sie wie schon im Jahr 2009 kräftig reduziert.In den Wirtschaftsbereichen Berlins und Brandenburgs entwickelte sich die Erwerbstätigkeit sehr unterschiedlich. Der Beschäftigungsanstieg in Berlin geht fast ausschließlich auf die Dienstleistungsbereiche zurück. In Brandenburg wurde der Anstieg außerdem auch wieder vom Produzierenden Gewerbe getragen.
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