In der Veranstaltungsreihe "Im Gespräch mit Politikern" lud die Wohnungsbau-Genossenschaft (WBG) Treptow Nord eG am 6. Mai 2013 zu einer besonderen Informationsveranstaltung in den Mitgliedertreff ein: Klaus Wowereit sprach mit dem Bezirksbürgermeister Oliver Igel und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Treptow-Köpenicks Matthias Schmidt über die weitere Entwicklung der Stadt und des Bezirks.
In der öffentlichen Diskussion stand besonders die Wohn- und Mietsituation. Berlin setzt auf das Engagement der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften und der Wohnungsbaugenossenschaften. Die WBG Treptow Nord eG engagierte sich in der Vergangenheit schon stark im Bezirk und hat Zukunftspläne, die genau in das Konzept Berlins passen, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Georg Petters, Vorstandsmitglied der Wohnungsbau-Genossenschaft Treptow Nord eG.Mietenpolitik ist eines der herausragenden Themen im aufkommenden Bundestagswahlkampf 2013, darum wollten der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Matthias Schmidt vor Ort mit Mieterinnen und Mietern über ihre Situation und Perspektiven sprechen. "Mit der WBG Treptow Nord eG präsentiert sich ein genossenschaftlicher Vermieter, der der Stadt Berlin gut tut", sagte Klaus Wowereit nach der Präsentation der WBG durch Vorstandsmitglied Petters. Der Regierende Bürgermeister zeigte auf, wie sich die Stadt in den letzten Jahren entwickelt hat. Der prognostizierte Zuwachs Berlins bis zum Jahr 2025 von rund 250.000 neuen Berlinerinnen und Berlinern stelle die Stadt und ihre Bezirke zwar vor große Aufgaben, stellt aber andererseits auch ein Vertrauensbeweis dar. Diskussion mit MieternWirtschaftlich und sozial bleibe Berlin ein Vorbild. Im Vergleich mit europäischen Hauptstädten sei Berlin eine ausgesprochene Mieterstadt mit 86 Prozent Mieterinnen und Mietern, die es zu schützen gelte. Die Forderungen aus dem SPD-Wahlprogramm nach Mietpreisbegrenzungen für Bestandsmieter und Neuvermietungen wurde unterschiedlich bewertet: Zustimmung bei Mieterinnen und Mietern, aber auch kritische Worte des WBG-Vorstandes. Zahlreiche Fragen der Gäste handelten von drohenden Mietpreiserhöhungen, steigenden Betriebskosten bis hin zu Problemen mit Parkplätzen und einem geplanten Neubau der WBG im Heidekampweg. Aber auch der Rückbau des Adlergestells, der Neubau der A 100 und die Verkehrsprobleme der S-Bahn wurden angesprochen. Bezirksbürgermeister Oliver Igel konnte einige Fragen aus bezirklicher Sicht bewerten, während Matthias Schmidt versprach, das Thema zu einem Schwerpunkt im Bundestagswahlkampf zu machen.
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