Im Internationalen Jahr der Genossenschaften steht ein weiteres rundes Jubiläum einer Berliner Genossenschaft an: Die Wohnungsgenossenschaft Neukölln eG begeht ihren 111. Geburtstag.
BBU-Vorstand Maren Kern gratuliert herzlich zum Jubiläum: "Wir senden unsere besten Wünschen für die nächsten 100 Jahre! Die Wohnungsgenossenschaften hatten und haben eine starke Stimme in Berlin." Die beiden Vorstände, Sami Natal und Michael Saupe: "Nach 111 Jahren können wir eine positive Bilanz ziehen und mit ein wenig Stolz immer noch sagen, dass wir höchstmögliche Wohnqualität zu bezahlbaren Preisen anbieten." Am 21. August 2012 jährt sich das Bestehen der Neuköllner zum 111. Mal. Als Rixdorfer Spar- und Bauverein ging die Genossenschaft am 21. August 1901 an den Start. Der damalige Leitspruch lautete: "Einer für Alle, Alle für Einen". Ziel war es damals, preiswerte und zweckmäßig eingerichtete Wohnungen für gering besoldete Beamte zur Verfügung zu stellen. Dennoch stand der Rixdorfer Spar- und Bauverein allen Berufssparten offen. 1920 entstand durch die Eingemeindung von selbständigen Städten des Berliner Umlands der vierzehnte Bezirk Berlins: Neukölln. Von nun an hieß die Genossenschaft "Spar- und Bauverein Neukölln". Historische Umbrüche bestimmen die GenossenschaftsgeschichteNach gesetzlich erzwungener Einstellung des Spargeschäfts im Jahr 1941, das immer eine wichtige Stütze des Unternehmens darstellte, verlor der Spar- und Bauverein Neukölln nicht nur eine Grundlage seiner Autonomie sondern auch seine bisherige Identität als Sparverein. Ab 1941 firmiert die Genossenschaft nun unter dem Namen "Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Neukölln". Viele Epochen hat die Genossenschaft überstanden. Von der Gründungsphase über wirtschaftliche Krisenzeiten mit schwankenden Mitgliederzahlen und politischen Unruhen mit keinem einzig verschonten Genossenschaftshaus, bis hin zu einem Neubeginn und Wiederaufbaumaßnahmen: die Weiterentwicklung ging stets voran. Der genossenschaftliche Gesamtbestand ist inzwischen auf rund 4.000 Wohnungen, 33 Gewerberäume und ca. 5.000 Mitglieder angewachsen. Heute bemüht sich die Neuköllner Genossenschaft vor allem darum, den genossenschaftlichen Gedanken insbesondere bei jüngeren Menschen und Familien wiederzubeleben. Nicht nur die Instandhaltung und Sanierung der bestehenden Wohnsubstanz liegt am Herzen. Immer wieder wurde in den letzten Jahrzehnten der Bestand durch eigene Bauvorhaben oder den Erwerb bestehender Wohnanlagen vergrößert.
Ansprechpersonen