WOHNUNGSGENOSSENSCHAFT "MÄRKISCHE SCHOLLE": DEM NEUBAU DIE KRONE AUFGESETZT

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Am Freitag, den 12. Oktober 2012 feierte die Berliner Wohnungsgenossenschaft "Märkische Scholle" inmitten der City-West in der Düsseldorfer Straße Richtfest für ein siebengeschossiges Neubauvorhaben mit insgesamt zwölf 2- bis 3-Zimmerwohnungen. Ergänzt wird das Bauvorhaben durch eine Mieterbegegnungsstätte samt kleinem Café. Wenn heutzutage in Berlin ein Neubau entsteht, dann handelt es sich in der Regel entweder um eine öffentliche Einrichtung, ein Ho(s)tel oder Eigentumswohnungen. Mietwohnungsneubau ist in der Bundeshauptstadt zur echten Rarität geworden. Dabei wird gegenwärtig wieder sehr intensiv darüber diskutiert, dass Berlin neuen und bezahlbaren Wohnraum braucht. Wolf Schulgen von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz richtete Grüße von Senator Michael Müller aus und betonte: "Auch wenn es sich um ein kleines Bauvorhaben handelt, trägt die Märkische Scholle als Genossenschaft zur Neubauentwicklung in Berlin bei. Dass wir im Internationalen Jahr der Genossenschaften ein Richtfest feiern können, ist dabei besonders erfreulich."Siegfried Rehberg vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. ergänzte in seinem Grußwort: " Als wirtschaftlich solide und zuverlässige Unternehmen spielen die Wohnungsgenossenschaften in der Berliner Wohnungspolitik eine große Rolle. Es wäre wünschenswert, wenn wir in Zukunft noch mehr genossenschaftlichen Richtfeste feiern können."Die Märkische Scholle sieht ihre Bautätigkeit auch als Reaktion auf den demografischen Wandel und die gestiegenen Wohnansprüche der vorwiegend älteren Mitglieder. "Bei der Planung des Gebäudes stand für uns das Thema Barrierefreiheit ganz weit oben auf der Agenda. Der Einbau eines Aufzugs ist daher selbstverständlich. Die Bäder sind sowohl mit einer bodengleichen Dusche als auch mit einer Badewanne ausgestattet", erläuterte Jochen Icken, Technischer Vorstand der Genossenschaft. Ergänzend zum Verzicht auf bauliche Stolperfallen standen energetische Aspekte im Mittelpunkt der Planungen. Icken: "Neben einer hervorragenden Dämmung der Außenbauteile sorgt eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für einen minimalen Verbrauch an Heizenergie durch die flächendeckend vorgesehene Fußbodenheizung."Der geringe Heizenergiebedarf in Verbindung mit den niedrigen Vorlauftemperaturen der Fußbodenheizung erlaubt es sogar, die benötigte Wärme zur Beheizung des Neubaus aus der Abwärme der Bestandsgebäude zu gewinnen. Mietertreffpunkt und mehr GrünEin weiterer Schritt in Richtung Energieeffizienz ist die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach."Durch die vorgenannten Maßnahmen in Verbindung mit der Nutzung der Sonnenenergie erreicht der Neubau nahezu den sogenannten Passivhausstandard, was sich für die Bewohner positiv auf die Heizkosten auswirken wird." Auch Mutter Natur wird sich freuen. Margit Piatyszek-Lössl, Kaufmännischer Vorstand, ergänzte: "Als Genossenschaft legen wir größten Wert auf die Förderung des genossenschaftlichen Zusammenlebens Deshalb richten wir im Erdgeschoss eine Mieterbegegnungsstätte samt kleinem Café ein – den Scholle-Treff." Ein solcher Treffpunkt fehlte bislang.Piatyszek-Lössl: "Wir verzichten in diesem Zuge bewusst auf mögliche Mieteinnahmen, um unseren Mitgliedern im Innenstadtbereich die Möglichkeit zu bieten, sich ganz zwanglos zum gemütlichen Austausch zu treffen." Nicht nur das: Die Märkische Scholle plant ein buntes Programmangebot aus Information und Unterhaltung, damit der Scholle-Treff schnell mit Leben erfüllt wird.Als zusätzliche Maßnahme gestaltet die Genossenschaft den Innenhofbereich zu einer attraktiven Grün- und Erholungsfläche um – übrigens unter Beteiligung der Mitglieder, die ihre Ideen eingebracht haben.Klaus-Michael Hendrichs, Aufsichtsratsvorsitzender der Märkischen Scholle: "Dieses Richtfest markiert einen Wandel für unsere Genossenschaft. Wir sind nicht mehr ausschließlich als verwaltendes und instandhaltendes Unternehmen tätig. Nun nehmen wir auch wieder am Neubaugeschehen teil."In den vergangenen Jahren hat die Märkische Scholle ihren Wohnungsbestand rund um die Württembergische und Düsseldorfer Straße, größtenteils Wohnanlagen aus den beginnenden 60er Jahren, umfangreich saniert. Die Besonderheit dabei: Die Genossenschaft hat diese Maßnahmen ohne anschließende modernisierungsbedingte Mieterhöhungen realisiert. Die Nachfrage nach den Neubauwohnungen gestaltet sich nach Aussage der Genossenschaft sehr erfreulich – auch seitens der Scholle-Mitglieder. Noch besteht aber die Möglichkeit, sich zu bewerben. Informationen gibt es unter der Telefonnummer 030 - 896 008 29.

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 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
Mitarbeiterin
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