Mit der kompletten Umgestaltung eines Wohnkomplexes in der Gördenallee hat die Wohnungsgenossenschaft "Einheit" Brandenburg an der Havel eG ihr bisher größtes Projekt gestemmt. Das Beispiel zeigt: Auch kleinere Wohnungsunternehmen beweisen große Innovationskraft, weit reichendes Engagement und hohe soziale Verantwortung.
BBU-Vorstand Maren Kern zur Begründung der Auszeichnung: "Im Ringen gegen den in vielen Städten des Landes Brandenburg wieder steigenden Leerstand macht das Beispiel der Wohnungsgenossenschaft ‚Einheit’ Mut. Durch den Umbau konnte sie einen Wohnkomplex nach fast 20 Jahren wieder einer neuen Nutzung zuführen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag für den Stadtumbau und zeigt, dass frische Ideen und Einsatz zu guten Erfolgen führen." "Die Genossenschaft hat nicht nur bedarfsgerechten und vor allem bezahlbaren Wohnraum geschaffen, sondern auch für eine deutliche Aufwertung des Stadtbildes gesorgt. Mit dem Um- und Rückbau der alten Mauerwerksbauten hat sie der Gördenallee wieder neues Leben eingehaucht", so Brandenburgs Baustaatssekretärin Kathrin Schneider. Jens Vogel, Vorstandsmitglied der Wohnungsgenossenschaft "Einheit" Brandenburg an der Havel eG: "Die Auszeichnung mit ‚Gewohnt gut‘ macht uns sehr stolz. Es bestätigt uns darin, 2010 die richtige Entscheidung getroffen zu haben, als wir die Objekte erworben haben. Einen ‚Wohnkomplex für Jung und Alt’ zu schultern, war ein Kraftakt, nicht nur in finanzieller Hinsicht. Mit Stolz können wir heute konstatieren, dass das Projekt ein voller Erfolg ist. Sämtliche Wohnungen sind vermietet."Ausgezeichnet wird ein Um- und Rückbauprojekt, bei dem die "Einheit" Brandenburg an der Havel zunächst 28 der 112 erworbenen Wohnungen abriss. Aus den verbleibenden 84 Wohnungen wurden durch Zusammenlegung und Grundrissänderung 64 moderne, generationengerechte Wohnungen geschaffen, die energetisch auf dem neuesten Stand sind. Das QualitätssiegelDas Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Für die Wohnungsunternehmen sind auch Stadterneuerung und Aufwertung zentrale Bestandteile des Stadtumbauprozesses. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die neben dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft "Innenstadtforum Brandenburg", der Bundestransferstelle Stadtumbau Ost sowie dem MIL besteht.MAUERWERKSBAUTEN NEU BELEBTNachdem der Wohnkomplex in der in der Gördenallee in Brandenburg an der Havel fast 20 Jahre leer stand, wurde er 2010 von der Wohnungsgenossenschaft "Einheit" Brandenburg an der Havel eG erworben. Innerhalb kurzer Zeit schuf sie hier durch eine Kombination von Abriss und Modernisierung 64 moderne, generationengerechte Wohnungen. "Die Versorgung der Mitglieder unserer Genossenschaft mit gutem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum zu gewährleisten, ist unser Leitbild", erklärt Jens Vogel, Vorstandsmitglied der "Einheit". Mit dem Projekt "Wohnkomplex für Jung und Alt" sei genau das gelungen: "Wir konnten den heruntergekommenen Gebäudekomplex so umgestalten, dass ansprechend geschnittene Wohnungen entstanden sind. Sie sind sämtlich barrierearm, jeweils vier sind sogar barrierefrei und rollstuhlgerecht umgerüstet. Damit sind sie für Senioren genauso attraktiv wie für junge Familien. Auch in den Außenbereichen haben wir viel umgestaltet und beispielsweise einen Spielplatz errichtet. Damit konnten wir ein wirklich gelebtes Generationenwohnen ermöglichen", so Vogel.Bezahlbare Mieten in attraktiver WohnlageDas Wohnprojekt will aber nicht nur nachhaltige Antworten auf die Herausforderung des demographischen Wandels der Region geben. "Mit 5,30 Euro nettokalt ist die Miete bezahlbar", erläutert Peter Kreuschmer, ebenfalls Vorstandsmitglied, "darauf haben wir großen Wert gelegt." Zudem sind 16 Wohnungen belegungsgebunden. "Damit ergibt sich nicht nur eine demographische, sondern auch eine soziale Durchmischung der Mieterschaft. Die Rückmeldung unserer Mitglieder bestätigt uns darin, dass sich diese Art von Wohnungsangeboten positiv auf die Entwicklung von Brandenburg an der Havel auswirkt", so Kreuschmer. Beim Umbau wurden auch Umwelt- und Klimaaspekte nicht außer Acht gelassen. Mit den eingebauten Solaranlagen zur Unterstützung der Warmwasseraufbereitung werden nicht nur dauerhaft Emissionen gesenkt, sondern nebenbei auch Heizkosten eingespart.Über eine Million Euro an Eigenmitteln investiertDie "Einheit" brachte rund 1,5 Millionen Euro der Gesamtinvestitionen in Höhe von rund sechs Millionen Euro aus Eigenmitteln auf. Kreuschmer: "Wir sind sehr stolz darauf, als kleine Genossenschaft ein solch großes Wohnprojekt geschultert zu haben. Das zeigt das stabile Fundament unseres Unternehmens." Knapp 4,5 Million Euro der Gesamtbaukosten wurden über Fördermittel des Bundes (KfW-Programme) und des Landes (Wohnraumförderung) finanziert.
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