WOHNUNGSBAUGENOSSENSCHAFT "AM OSTSEEPLATZ" EG ÜBERNIMMT 182 WBM-WOHNUNGEN IN KREUZBERG

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In Kreuzberg wurden zwölf Grundstücke (ehemals WBM) mit insgesamt 182 Wohnungen und elf Gewerbeeinheiten durch die Wohnungsbau¬genossenschaft "Am Ostseeplatz" eG erworben. Die Genossenschaft war im November 2000 im Rahmen einer erfolgreichen Mieterprivatisierung in Berlin-Prenzlauer Berg gegründet worden. Genossenschaftliches Wohnen im Kiez Waldemarstraße/Adalbertstraße/Naunynstraße wird so für die überwiegend aus der Türkei stammenden Haushalte zur Realität. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und das Bundesbauministerium haben dieses Vorhaben auch im Rahmen des Forschungsprogramms ExWoSt seit 2005 begleitet und unterstützt.Dem Kauf durch die Genossenschaft ging eine intensive Beratung der Mieterschaft voraus. Der Erfolg ist ein positives Beispiel für die sozialverträgliche Privatisierung kommunaler Bestände. Im kommenden Jahr soll die Genossenschaft weitere fünf landeseigene Grundstücke im Kiez Waldemarstraße/Adalbertstraße/Naunynstraße übernehmen.Die WBG "Am Ostseeplatz" eG hat in den erworbenen Häusern viel vor. Der Instandhaltungsrückstau soll zügig beseitigt werden. Außerdem soll ein selbst verwalteter Frauen-Fitness-Raum geschaffen und eine Einrichtung für betreutes Wohnen für Migranten unterstützt werden. Durch Maßnahmen zur Energieeinsparung und eine Bewirtschaftung, die Eigenleistungen der Mieterschaft aktiviert, soll die Senkung der Betriebskosten in Angriff genommen werden. Im Kiez um die Waldemarstraße knüpft die WBG "Am Ostseeplatz" an die für Kreuzberg typische Tradition sozialverantwortlicher Wohnprojekte an. Genossenschaftliches Wohnen wird sich als dritter Weg zwischen Eigentum und Miete bewähren. Erstmals bietet ein Projekt damit auch den ausländischen Mitbürgern eine ökonomisch leistbare materielle Integrationsbasis in ihrem Quartier.