Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, haben die Bauaufsichtsbehören sowohl in Berlin, als auch im Land Brandenburg in 2010 zwar mehr Anträge für Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbereich genehmigt. Die Zahl der geplanten Wohnungen ist in beiden Ländern aber gesunken.
So genehmigten die Berliner Behörden zwischen Januar und Dezember 2010 insgesamt 3.196 Anträge für Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau, das waren acht Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der geplanten Wohnungen sank jedoch von 5.603 im Vorjahr auf 5.470 Wohnungen. Von diesen werden 3.890 Wohnungen neu gebaut, durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, z.B. Dachgeschossausbau, werden dem Wohnungsmarkt weitere 1.580 Wohnungen zur Verfügung stehen. Die veranschlagten Kosten aller bis einschließlich Dezember 2010 genehmigten Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau betragen 2,0 Milliarden Euro, ein Rückgang um 8,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2009.Wie die Statistiker weiter gemeldet, wurden die meisten Baugenehmigungen in Berlin für Wohneinheiten in den Bezirken Pankow, Lichtenberg und Treptow-Köpenick erteilt. Die Anzahl der genehmigten Neubauwohnungen liegt jedoch um zwölf Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. 1.734 Wohnungen werden als Einheiten in Ein- und Zwei-Familienhäusern, 2.042 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern geplant. Im Berichtszeitraum wurden 300 Genehmigungen (Vorjahr: 275) für den Neubau gewerblicher Bauten mit einer Nutzfläche von 564.300 Quadratmetern erteilt.Gleiche Lage in BrandenburgAuch im Land Brandenburg war in 2010 – erstmals seit 2006 – ein Anstieg der von den Bauaufsichtsbehörden genehmigten Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau zu verzeichnen. Insgesamt wurden 7.003 Baugenehmigungen erteilt (+2,5 %).Von den geplanten 6. 779 Wohnungen (Vorjahr: 7.295) werden 6.016 Wohnungen neu gebaut, durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden werden dem Wohnungsmarkt weitere 763 Wohnungen zur Verfügung stehen. Die veranschlagten Kosten aller genehmigten Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau betragen 2 Milliarden Euro (+ 15,5 %). Die meisten Baugenehmigungen für Wohneinheiten wurden in der Landeshauptstadt Potsdam, im Kreis Potsdam-Mittelmark sowie im Kreis Barnim erteilt. Die Anzahl der genehmigten Neubauwohnungen liegt 6,6 Prozent unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. 4.420 Wohnungen werden als Einheiten in Ein- und Zwei-Familienhäusern, 1.520 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern geplant. Im Berichtszeitraum wurden 747 Genehmigungen (Vorjahr: 741) für den Neubau gewerblicher Bauten mit einer Nutzfläche von 1.011.500 Quadratmetern erteilt.
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