WOHNEN AN DER FRANZÖSISCHEN KIRCHE: GRUNDSTEINLEGUNG DER PWG 1956

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Am 26. November feierte die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG in Anwesenheit von Oberbürgermeister Jann Jakobs die Grundsteinlegung für das Projekt Wohnen an der Französischen Kirche in Potsdam. Hier entstehen bis Ende 2015 30 Ein- bis Dreiraumwohnungen. Das geplante Investitionsvolumen beläuft sich auf 6,3 Millionen Euro. Das bisher unbebaute Grundstück zwischen Französischer Kirche und Klinikum Ernst von Bergmann wird von öffentlichem Terrain am Rande der historischen Innenstadt begrenzt. Es handelte sich um eine Baulücke, die 1988 durch den erfolgten Abriss der Holländischen Häuser entstanden ist. Die Grundstücksfläche beträgt 1.751 Quadratmeter. Das Grundstück ist stadtgestalterisch von großer Bedeutung, da verloren gegangene Raumkanten und Platzräume durch die Neubebauung wieder hergestellt werden. Mit einer profilgetreuen und maßstabsgetreuen Wiedererrichtung der ehemaligen Fassaden neben der Französischen Kirche soll ein für die Landeshauptstadt wichtiges architekturhistorisches Zeugnis wieder hergestellt und erlebbar gemacht werden. Ferner wird die fehlende östliche Raumkante des früher dreieckigen Platzes, auf dem die Kirche steht, wieder hergestellt. Damit erhält auch der Bassinplatz seine südöstliche räumliche Begrenzung wieder und wird dadurch wieder klarer als vierseitiger, rechteckiger Platz wahrnehmbar und abgrenzbar. Die maßstabsgetreue Wiedererrichtung der Häuser an der Französischen Kirche bedeutet auch die Wiedereingliederung des Kirchenbaus in den ehemaligen barocken Stadtraum. Wiederaufgebaut werden die dokumentierten Holländer-Häuser, profilgetreu und maßstabsgetreu, mit zwei Vollgeschossen und ausgebautem Dachraum. Die Höhe von Traufe und First entsprechen dabei dem historischen Vorbild. Die Häuser, für die kein historischer Bestand dokumentiert ist, passen sich der historischen Situation an. Geplant sind 30 Ein- bis Dreiraumwohnungen zwischen ca. 40 und 90 Quadratmetern Wohnfläche, Gemeinschaftsräumen sowie Gewerbeeinheiten. Die Gesamtnutzfläche beträgt ca. 2.850 Quadratmeter. Von den 30 Wohnungen werden zwei Drittel barrierefrei errichtet, den Bewohnern stehen vier Pkw-Stellplätze im Bereich der ehemaligen Elisabethstraße zur Verfügung, darüber hinaus eine ausreichende Anzahl in der Tiefgarage des Französischen Quartiers. Der Energiestandard liegt bei 70 Prozent eines Vergleichsgebäudes. Das geplante Investitionsvolumen beträgt etwa 6,3 Millionen Euro.Die Grundnutzungsgebühr (Kaltmiete) für die Wohnungen wird nach momentanem Stand mit 10,00 Euro/Quadratmeter kalkuliert, zuzüglich 2,00 Euro für Betriebskosten kalt/warm. Die Fertigstellung des Projektes ist für Ende 2015 geplant. Den Intentionen genossenschaftlichen Wohnens folgend, sollen mit dem Vorhaben Wohnideen wieder initiiert werden, die eigentlich seit den genossenschaftlichen Anfängen im späten 19. Jahrhundert bekannt, in der heutigen Zeit aber teilweise in Vergessenheit geraten sind. Dafür soll von und mit den Bewohnern ein Vereinsleben organisiert werden, das ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben bis ins Alter ermöglicht. Dafür werden Gemeinschaftsräume und Seminarräume im Erdgeschoss vorgesehen. Die Vereinsgründung fand am 23. November 2013 statt

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Braun
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