Das Vorhaben findet in einer Bausubstanz statt, die ab 1291 als Kloster diente und mit der Reformation säkularisiert wurde. Seit 1747 dienten die Gebäude und das Hofareal als Zucht- und Armenhaus. Später war hier bis 2005 die Justizvollzugsanstalt untergebracht, bevor sie nach Duben verlegt wurde. Seither hat es die Stadt Luckau geschafft, dem ehemals abgeriegelten Bereich im Herzen der Stadt neues Leben einzuhauchen. Es entstanden eine Kulturkirche, das Kreisarchiv, ein Kindergarten mit Indoorspielplatz und nun die Wohnungen. Für das gesamte Areal wurde die Stadt Luckau bereits beim Deutschen Baukulturpreis 2012 mit einer Belobigung und mit dem Otto-Borst-Preis des Forums Stadt e.V. 2014 prämiert. „Das Projekt zeigt, dass Baukultur nicht nur in den Metropolen der Welt sondern auch in kleinen Städten ihren Platz hat“, so die Baustaatssekretärin.
In den Verwaltungsgebäuden der ehemaligen JVA werden durch das Projekt insgesamt 23 Wohnungen realisiert. Nach der feierlichen Grundsteinlegung im April 2012 konnten nach Beendigung des ersten Bauabschnitts Ende Juni 2013 die Schlüssel an den Mieter der ersten zehn Wohnungen im neuen Wohnquartier übergeben werden. Im zweiten Bauabschnitt werden nun weitere 13, dank eines Aufzugs weitgehend barrierefreie Wohnungen in den alten Mauern gebaut, eine davon behindertengerecht. Die Gesamtkosten für den zweiten Bauabschnitt betragen rund 2,7 Millionen Euro. Es wurden fast 1,3 Millionen Euro Städtebaufördermittel als Zuschuss bewilligt.