Dr. Michaela Schmitz-Schlär: „Es ist eine langjährige Tradition unserer Genossenschaft, in der WohnBau Frankfurt Galerie Werke von Künstlern unserer Stadt vorzustellen. Wir freuen uns ganz besonders, in den kommenden Monaten an dieser Stelle das großartige AWO-Projekt „Farben des Lebens“ zu präsentieren und es so einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“
Peggy Zipfel: „Das Besondere dieses Fotoprojektes findet sich in der Einzigartigkeit, mit Farben, Bildern und gezielten Fragen die geistige Mobilität von Menschen allgemein, aber insbesondere von Menschen mit demenziellen Erkrankungen zu fördern.“ Die Geschäftsführerin, die gleichzeitig eine passionierte Hobbyfotografin ist, hat alle 120 Motive in 1,5 Jahren Vorbereitungszeit liebevoll aufgespürt, arrangiert, fotografiert und sorgfältig mit den therapeutischen Fachkräften der AWO ausgewählt. Das Projekt wurde aus Landesmitteln des Aufrufes „Gut Älterwerden im gewohnten Wohnumfeld“ finanziell gefördert und von Frankfurter Firmen unterstützt.
Die Bildtitel haben die SeniorInnen selbst bestimmt und geben ihre ersten Gedanken zum jeweiligen Foto wider. Egal ob jung oder alt - jeder wird eine eigene Interpretation, Erinnerung oder Geschichte mit den Fotobildern verbinden können. Unter den Fotos findet man jeweils eine Reihe von Fragen, die sich auf das Motiv beziehen und als Einstieg in das Gespräch mir dem an Demenz Erkrankten dienen können.
Zu den Hintergründen des Fotoprojektes „Farben des Lebens“: Der Anteil an SeniorInnen in unserer Gesellschaft wird in den kommenden Jahren dramatisch ansteigen. Allein in Frankfurt (Oder) ist bereits etwa ein Viertel aller Menschen über 65 Jahre. Neben den diversen Angeboten in der Stadt sind auch immer wieder neuartige Ideen gefragt, die insbesondere Menschen mit eingeschränkten Alltagskompetenzen und ihre Familien zusammen bringen und mobilisieren sollen. Das Training von Gedächtnis und Sprache, die Bewahrung von Lebensgeschichten, die Stimulation von Erinnerungen, Assoziationen, Gerüchen, Empfindungen - neben gemeinsamen Gesprächen und Erlebnissen - gehören zu den wichtigen Werkzeugen, um Isolation, Vereinsamung und den geistigen Abbau bei alternden Menschen in der Gesellschaft möglichst lange aufzuhalten.
Foto: WohnBau Frankfurt
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