WO AUF DER WELT LEBT ES SICH AM GÜNSTIGSTEN?

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Am teuersten in Oslo, Kopenhagen, Zürich, Genf sowie Tokio und New York. Die höchsten Netto-Einkommen erhalten die Bewohner Kopenhagens, Zürichs und Genfs. Dafür wird nirgendwo auf der Welt im Durchschnitt weniger gearbeitet als in Lyon und Paris. Dies sind einige Ergebnisse der Studie "Preise und Löhne", in der das Schweizer Finanzinstitut UBS alljährlich die Kaufkraft in 73 Städten rund um die Welt vergleicht. Die Methodik der StudieFür die Studie führten die Schweizer im März 2009 eine einheitliche Preis- und Lohnumfrage in 73 Weltstädten durch, in die über 30 000 Datenpunkte einflossen. Alle Preise wurden anhand eines durchschnittlichen Devisenkurses in US-Dollar umgerechnet.Die Kalkulation der Lebenshaltungskosten stützt sich auf 154 Positionen. Von diesen sind 122 Produkte und Dienstleistungen Teil des Referenzwarenkorbs. Die Wohnungsmieten wurden in den Klassen teuer, mittel und günstig erfasst. Die einzelnen Komponenten des Warenkorbs wurden an ihr jeweiliges Gewicht im europäischen Konsumentenpreisindex angepasst. Die Summe seiner Preise entspricht damit in etwa dem Monatsverbrauch einer dreiköpfigen europäischen Familie.Höchstes Lohnniveau in der Schweiz, Dänemark und den USA Im Vergleich der 73 untersuchten Städte erhalten Arbeitnehmer in Kopenhagen, Zürich, Genf und New York die höchsten Bruttolöhne. Mit Zürich und Genf führen die beiden erfassten Schweizer Städte die Rangliste der Nettolöhne an. Weniger als ein Fünfzehntel vom Schweizer Netto beträgt ein mittlerer Nettostundenlohn in Delhi, Manila, Jakarta und Mumbai.Zürich und New York: 9 Stunden arbeiten für einen iPod Nano Besonders anschaulich wird der Kaufkraftvergleich der Löhne, wenn man nicht einen abstrakten Warenkorb als Maß verwenden, sondern berechnet, wie viel Arbeitszeit in jeder Stadt aufgewendet werden muss, um sich ein möglichst einheitliches und überall in derselben Qualität verfügbares Produkt zu leisten. Im globalen Durchschnitt hat ein Arbeitnehmer nach 37 Minuten den Lohn für einen Big Mac verdient, in 22 Minuten ein Kilo Reis und in 25 Minuten ein Kilo Brot.  Als global einheitlich erhältliches Produkt eignet sich der iPod nano (mit 8 GB Speicher) hierzu hervorragend. Ein durchschnittlicher Lohnempfänger in Zürich und in New York kann nach 9 geleisteten Arbeitsstunden einen iPod Nano erstehen. Am anderen Ende des Spektrums liegen die Arbeitnehmer in Mumbai, wo bei einer angenommen täglichen Arbeitszeit von 9 Stunden 20 Tage – und damit in etwa ein Monatssalär – für einen iPod Nano aufgewendet werden müssen.Lange Arbeitszeiten im Nahen Osten – Frankreich geringste Arbeitszeit Im Durchschnitt wird in den untersuchten Städten 1.902 Stunden pro Jahr gearbeitet. Insbesondere in den betrachteten Städten Asiens und des Nahen Ostens wird mit einer durchschnittlichen Jahresarbeitszeit von 2.119 respektive 2063 Stunden viel gearbeitet. So hat Kairo die höchste Jahresarbeitszeit überhaupt (2.373 Stunden), gefolgt von Seoul (2.312 Stunden). Im weltweiten Vergleich wird in Lyon und Paris mit 1.582 respektive 1.594 Jahresarbeitsstunden am wenigsten Zeit am Arbeitsplatz verbracht.Finanzkrise lässt Londoner Kaufkraft abrutschenTrotz der EU-Osterweiterung am 1. Mai 2004 sowie der Einführung des Euro als offizielles Zahlungsmittel in Slowenien und der Slowakei haben sich die Preise zwischen Ost- und Westeuropa nur geringfügig verkleinert. So ist der Warenkorb aus 95 Gütern und 27 Dienstleistungen in den Städten osteuropäischer Mitgliedstaaten rund 35 Prozent günstiger zu erwerben als in westeuropäischen Metropolen. Zum Vergleich: 2006 betrug die Preisdifferenz zwischen Ost- und Westeuropa rund 38 Prozent. Im Schnitt erhalten Arbeitnehmer in westeuropäischen Metropolen mehr als dreimal höhere Bruttolöhne als ihre Kollegen in Osteuropa. Besonders geringe Einkommen werden hier in Bulgarien und Rumänien erzielt. Das Lohnniveau dieser beiden im Januar 2007 der EU beigetretenen Länder ist vergleichbar mit Kolumbien oder Thailand.London, 2006 noch zweitteuerste Stadt der Studie, rutschte durch die starke Abwertung des Pfund um fast zwanzig Plätze ab und befindet sich nun  im westeuropäischen Mittelfeld. Der GBP-Wechselkurs hatte im Zeitraum der Erhebung mit rund 1.40 zum Dollar einen Tiefpunkt erreicht. Inzwischen hat sich der Kurs des GBP auf ungefähr 1.70 zum Dollar erholt und so das Preisniveau Londons um 21% erhöht, was die britische Hauptstadt in der Städte-Rangliste vom ausgewiesenen 21. auf den 5. Rang heben würde.Bahnfahrten sind in Großbritannien und Deutschland am teuersten. Ein Fahrschein für eine einfache Bahnfahrt (2. Klasse) über 200 km in Deutschland kostet mit durchschnittlich 51.40 EUR etwa 1.5-mal so viel wie im übrigen Westeuropa. Teurer fährt man nur noch in Großbritannien: In London muss sich der Fahrgast darauf einstellen, dass er mit 68.20 EUR einen etwa doppelt so hohen Fahrpreis zahlen muss wie in den übrigen westeuropäischen Metropolen.Nettogehälter in der Schweiz am höchstenIm Durchschnitt zahlen die Bürger der Schweiz rund 20 Prozent mehr für Waren, Dienstleistungen und Unterkunft als Einwohner der übrigen westeuropäischen Städte. Die außerordentlich hohen Bruttolöhne der Schweiz, gepaart mit einer vergleichsweise niedrigen Abgabenlast, lassen das Land als besonders arbeitnehmerfreundlich erscheinen. In keiner anderen Stadt haben die Beschäftigten am Monatsende so viel von ihrem Einkommen übrig wie in Zürich und Genf. Den höchsten Gegenwert erzielt ein durchschnittlicher Bruttostundenlohn (vor Abzug von Steuern und Sozialleistungen) in Kopenhagen, Zürich und Genf. Am unteren Rand des Spektrums liegen Jakarta, Manila, Mumbai und Nairobi, wo ein durchschnittlicher Bruttostundenlohn lediglich einen realen Gegenwert zwischen 11 und 15 Prozent eines Zürcher Salärs hat. In Tokio ist der Nahrungsmittelkorb mit 39 Nahrungsmitteln am kostspieligsten. Nur unwesentlich geringer fallen die Nahrungsmittelpreise in der Schweiz aus: Zürich belegt den zweiten Platz, Genf Platz drei. Die Schweiz übertrifft in punkto Nahrungsmittelpreise den Durchschnitt des übrigen Westeuropa um rund 45 Prozent.Wo steht Berlin?Berlin landet im Ranking des Preisniveaus des nach westeuropäischen Konsumgewohnheiten gewichteten Warenkorbs (ohne Mieten) mit einem Wert von 74,4 (100 = Zürich) auf Rang 27 von 73 Städten. In punkto Lohnniveau erreicht Berlin mit einem Indexwert von 65,4 Rang 16 und lässt damit Metropolen wie London, Paris, Tokyo oder Stockholm hinter sich. Grundlage waren hier Angaben über Löhne und Arbeitszeiten in 14 Berufen. Um die Binnenkaufkraft vergleichbar zu machen, setzen die Autoren die Kosten des Gesamtwarenkorbs (ohne Mieten) zum durchschnittlichen Nettostundenlohn in Beziehung. Hierbei liegt Berlin mit einem Indexwert von 80,9 auf Platz 11.Der Volltext der Studie, der detaillierte Preisvergleiche in verschiedensten Kategorien liefert (Wohnen, Auto, Lebensmittel, Elektronik, ÖPNV u.d.) kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden.Download der Studie (kostenlos)www.ubs.com | Medien | Medien global