WITTSTOCK: MEHRGENERATIONENWOHNEN IM NIEDRIGENERGIEHAUS

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In der Kuhstraße 1-5 / Auf der Freiheit 2 in Wittstock wird Individualität groß geschrieben. "Uns war wichtig, dass unsere Mieterinnen und Mieter aus einer Vielzahl unterschiedlicher Grundrisse wählen können", erläutert Dr. Hansjörg Löther, Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsverwaltung Wittstock (GWV) GmbH. Der Erfolg: Vollvermietung und das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft". "Ich bin von meiner alten Wohnung hierher gezogen, gleich nachdem der Umbau abgeschlossen war. Ich habe den Umzug nicht einen Tag bereut", erzählt eine Mieterin. Von ihrer barrierefreien Hochparterrewohnung aus kann sie einen geräumigen Balkon betreten und auf den mit einem großen Teich und Bachlauf angenehm gestalteten Hof blicken. "Ich wohne sehr gerne hier", sagt sie.Grundlegende UmgestaltungNoch vor wenigen Jahren hätte das kaum einer von sich behauptet. Der 1986 fertig gestellte Plattenbau stand vor dem Umbau fast vollständig leer. "Obwohl das Objekt kurz vor der Wende errichtet wurde, gab es hier noch Ofenheizung", erzählt Löther. Auch von außen machte der Wohnblock nicht nur wenig her, sondern störte auch das Stadtbild: Mit vier Geschossen störte er die Harmonie des sonst von dreigeschossigen Altbauten geprägten Straßenzuges.Mit dem Umbau wurde das anders. Die GWV baute nicht nur ein Geschoss zurück, sondern durchbrach auch die Monotonie der Fassade. Heute wirkt es, als stünde nicht ein großer Wohnblock an der Straße, sondern vier unterschiedliche Altbau-Mehrfamilienhäuser. Löther: "Wir haben die Fassade aufgeteilt und farblich unterschiedlich gestaltet. Außerdem haben wir jeden Fassadenabschnitt mit verschiedenen Fensterarten ausgestattet und die Giebel jeweils anders aufgebaut." Innenhof lädt zum Verweilen einDer sorgfältige und ideenreiche Umbau setzte sich im Innenhof fort. Wo sich früher eine kleine, einfache Grünfläche neben betonierten Parkplätzen dehnte, laden heute Wege zum Rundgang um den großen Teich und eine weitläufige Holzterrasse zum Sonnenbaden ein. Von ihren Balkonen aus können die Bewohner am Leben im Hof teilhaben. "Hier haben wir gut mit dem Bauamt kooperiert. Ohne die Partnerschaft hätten wir wieder Parkplätze vorhalten müssen", hebt Löther hervor.Von der Ofenheizung zum NiedrigenergiehausBesonders stolz ist Löther auf die mit dem Umbau erreichte drastische Verringerung des Energieverbrauchs des Gebäudes. "Durch eine optimale Wärmedämmung, ein Blockheizwerk und Anlagen zur Wärmerückgewinnung haben wir den Energiebedarf des Gebäudes auf ein gutes Viertel des ursprünglichen Wertes reduziert", erläutert er. Vor der Sanierung lag der Energiebedarf bei 200 kWh pro Quadratmeter und Jahr, heute nur noch bei knapp 60.Löther: "Über ein Lüftungssystem gewinnen wir nicht nur Wärme aus der Raumluft zurück, sondern beugen auch Schimmelpilzbefall vor." Die Anlagen befinden sich in der Dunstabzugshaube der Küchen. "Dass der Ventilator immer läuft, bekommt man gar nicht mit", so eine Mieterin.Auszeichnung von BBU und MIR"Mit diesem sehr ehrgeizigen und umfassenden Projekt ist es der GWV gelungen, die Attraktivität der Innenstadt von Wittstock weiter zu stärken. Dadurch, dass einige Wohnungen barrierefrei gestaltet wurden, ist hier der Gedanke des generationenwohnens gut umgesetzt worden", so Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der Landesgeschäftsstelle Potsdam des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), bei der Überreichung der Auszeichnung.Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann, Schirmherr der Aktion, gratulierte der GWV zum Qualitätssiegel. "Mit ihrem Projekt macht die GWV deutlich, dass Stadtumbau Ost mehr ist als nur Abriss. Die intelligente Aufwertung von Beständen unter Einbeziehung von Fördermitteln des Landes kann dort, wo besondere Zielgruppen angesprochen werden, sinnvoll sein."Und warum so viel Sorgfalt und Aufwand? Löther: "Wir fühlen uns Wittstock verbunden. Als größter Vermieter vor Ort tragen wir Mitverantwortung dafür, dass die Menschen sich hier zu Hause fühlen und sich mit ihrer Stadt identifizieren können. Ein nicht nur ordentliches, sondern ansprechendes Straßenbild gehört da unbedingt dazu."