Infrastrukturminister Reinhold Dellmann überbrachte am 15. September in Wittenberge Förderbescheide über drei Millionen Euro für die Fortsetzung des Stadtumbaus. Damit hat die Stadt Finanzierungssicherheit bis 2012.
"Stadterneuerung und Stadtumbau in Wittenberge kommen voran. Es ist der Stadt in den vergangenen Jahren gelungen, verschiedene Förderprogramme der Städtebauförderung erfolgreich zu verknüpfen. Der Altstadtkern und der Bahnhofsvorplatz sind hierfür gute Beispiele.", erklärte Infrastrukturminister Reinhold Dellmann bei der Übergabe der Förderbescheide. Ziel der zukünftigen Stadtentwicklung sei vor allem die Stärkung des Stadtzentrums. Dafür stünden auch EU-Mittel aus dem Programm "Nachhaltige Stadtentwicklung" zur Verfügung, so der Minister.Stadtumbau in Wittenberge bedeutet nicht nur Rückbau von Wohnungen, sondern auch die Aufwertung der Innenstadt. Insbesondere im Jahnschulviertel im Denkmalbereich Heisterbusch werden die Fördermittel des Bund-Länder-Programms "Stadtumbau Ost" zur Leerstandsbeseitigung eingesetzt, um den weiteren Verfall der Wohngebäude aufzuhalten. Die Förderprogramme "Zukunft im Stadtteil" und "Soziale Stadt" haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, gezielt den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Insgesamt hat die Stadt Wittenberge seit 1991 rund 38,8 Millionen Euro für die Stadterneuerung/ Stadtentwicklung erhalten. Im Programm "Stadtumbau-Ost, Teilprogramm Rückbau" werden 1,45 Millionen Euro für den Abriss von Wohnungen bewilligt. Die Stadt hat vorgesehen, zur Reduzierung des Leerstandes bis 2013 insgesamt 2.162 Wohnungen abzureißen. Schwerpunkte des Rückbaus sind Wittenberge-Nord, das Sanierungsgebiet Packhofviertel sowie das Allendeviertel. Bisher wurden in Wittenberge bereits 1.191 Wohnungen abgerissen. Für den Rückbau wurden rund 5,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.Im Programm "Stadtumbau-Ost, Teilprogramm Aufwertung" werden 1,55 Millionen Euro bewilligt. Schwerpunkt ist das innerstädtische Sanierungsgebiet Jahnschulviertel, insbesondere der Denkmalbereich Heisterbusch. Hier soll überwiegend durch die Instandsetzung und Modernisierung stadtbildprägender Wohngebäude der weitestgehende Erhalt der städtebaulichen Struktur sowie die Aufwertung des Stadtteils erreicht werden. Bisher wurden hierfür seit 2002 bereits 6,18 Millionen Euro bewilligt.