WIS-PILOTPROJEKT: ERSTES "NIEDRIGENERGIEHAUS IM BESTAND" IM LAND BRANDENBURG

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Ein Pilotprojekt hat die WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH im April in der Straße der Jugend 7 - 9 in Angriff genommen. Begleitet von der Deutschen Energie-Agentur wird das Wohnungsunternehmen das 43 Jahre alte Gebäude in den kommenden acht Monaten zu einem Niedrigenergiehaus umbauen. Deutschlandweit gibt es etwa 20 Projekte dieser Art. Der Energieverbrauch solcher Niedrigenergiehäuser liegt im Jahr nicht über 60 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche. Zum Vergleich: Bei im Standard sanierten Häusern ist der Energieverbrauch mit ca. 100 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr wesentlich höher. Im Gegensatz dazu haben unsanierte Wohnhäuser im Plattenbau einen Energieverbrauch von rund 200 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Eingespart werden soll die Energie zum einen durch eine größere Stärke der Fassadendämmung. Die Dämmmaterialien sind 16cm dick und damit 60 Prozent stärker als sonst üblich. Zum anderen werden vollkommen dichte Fenster mit einem Uw-Wert=1,3 W/(m²K) eingebaut, die keinen Luftzug mehr durchlassen. Für ein gutes Raumklima sorgt dann eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Dazu wird in Küche und Bad die verbrauchte Luft angesaugt und frische, angewärmte Luft in den anderen Zimmern wieder zugeführt. Das Lüftungsaggregat, das eigens dafür auf dem Dachboden installierte wird, funktioniert vereinfacht gesagt als Wärmetauscher und gewährleistet eine 80-prozentige Wärmerückgewinnung.Im Zuge der Baumaßnahmen werden auch die Grundrisse der Wohnungen verändert. Insgesamt 48 Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen in acht verschiedenen Varianten entstehen. Der Großteil der Wohnungen ist bereits vergeben. Ein Grund dafür sind sicherlich die geringen Heizkosten, die in diesem Niedrigenergiehaus anfallen werden. Ein anderer Grund könnten die Aufzüge sein, die an jedem Aufgang angebaut werden und sogar bis in den Keller fahren. Die ersten Mieter sollen noch in diesem Jahr einziehen.