„Wir nehmen Kontakt zu unseren Mieter*innen auf, wenn Mietzahlungen ausbleiben“, erklärt Anja Kühne. Optimal im Sinne der Betroffenen sei es jedoch, dass diese sich von selbst beim Vermieter melden – noch bevor Mietschulden entstünden. „Wir geben gern Informationen zu staatlichen Hilfen zur Existenzsicherung. Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie Unterstützung beantragen können“, erzählt die Sozialberaterin der WIS. So kommen beispielsweise Grundsicherung (ab 1. Januar 2023 Bürgergeld), Wohngeld oder Kinderzuschlag als finanzielle Unterstützung in Frage. In manchen Fällen könnten auch Ratenzahlungen einen Engpass überbrücken.
„Wir fühlen uns für die Lübbenauer und insbesondere für die in unseren Wohnungen lebenden Menschen verantwortlich und lassen niemanden im Regen stehen“, betont WIS-Geschäftsführer Michael Jakobs. Natürlich sei der Wille an einer gemeinsamen Lösung auch seitens der Mieter*innen erforderlich. „Wir können nur denjenigen helfen, die mit uns sprechen und Hilfe annehmen.“ Nichtsdestotrotz müsse auch die WIS wirtschaftlich arbeiten, um als Unternehmen am Wohnungsmarkt bestehen zu können. Mieten könnten darum nicht einfach erlassen werden. „Wir gehen auf unsere Mieter*innen zu, da es unser Interesse ist, dass sie in ihren Wohnungen bleiben können, vermitteln Beratungsstellen und helfen beim Ausfüllen von Anträgen“, so Anja Kühne. „Niemand muss sich schämen, an uns heranzutreten. In eine finanziell brenzliche Situation kann jeder geraten. Wir finden es besser, frühzeitig zu handeln“, versichert die Sozialarbeiterin. Einen Termin mit ihr könne man per Telefon oder per E-Mail vereinbaren. Auskunft erhalte man auch direkt im Geschäftssitz der WIS am Oer-Erkenschwick-Platz innerhalb der bekannten Öffnungszeiten.
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