Bei der vorangegangenen Bonitätsanalyse wurden neben den quantitativen Zahlen auch qualitative Maßnahmen des Unternehmens bewertet. Es erfolgte eine ganzheitliche Unternehmensbeurteilung, die sowohl strategische, finanzwirtschaftliche als auch erfolgswirtschaftliche Aspekte umfasst. Konzern- und Branchenverhältnisse, Ertragslage, Bilanzstruktur und Liquidität standen dabei im Fokus. Die WIS hat im Jahr 2014 einen Gewinn von 1,3 Millionen Euro erzielt. Auch die Tochtergesellschaften erzielten positive Jahresergebnisse. Die Spreewelten GmbH trägt mit 74 Tausend Euro Gewinn dazu bei. Die SIS mit 37,6 Tausend Euro und die BEKOTEC mit 54,5 Tausend Euro. Eine Verbesserung der Schuldentilgungsfähigkeit sowie der Zinsdeckung bei der WIS im Vergleich zum Vorjahr, liegt direkt im Sinne der Banken.
„Der größte Vorteil der Notenbankfähigkeit ist die besondere Anerkennung der kreditgebenden Banken“, verrät Michael Jakobs, Geschäftsführer der WIS. So bekäme ein Unternehmen günstigere Zinssätze bei Kreditabschlüssen. „Das positive Urteil der Bundesbank bestätigt uns aber auch eine gesunde, wirtschaftliche Entwicklung. Und das bereits über mehrere Jahre“, so Jakobs weiter. Darüber hinaus liefern die Auswertungen der Bundesbank auch aktuelle Branchenvergleichszahlen, die den teilnehmenden Unternehmen zugänglich gemacht werden. 130.000 Unternehmen stellen ihre Daten für das Jahresabschlussdatenpool zur Verfügung.
Geschäftsbanken haben ihrerseits ebenso ein großes Interesse ihre Kreditnehmer als notenbankfähig einstufen zu lassen, um Refinanzierungen gegenüber der Bundesbank auf sichere Füße zu stellen. Je mehr zuverlässige Unternehmen sie in ihrem Kundenstamm haben, desto bessere Konditionen erlangen sie bei dem nationalen Geldinstitut. Die Deutsche Bundesbank nutzt die Einschätzung der Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit wiederum im Rahmen ihrer geldpolitischen Vorgänge im Eurosystem. Die Einstufung als „notenbankfähig“ gilt grundsätzlich für ein Jahr.
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