Was die WIS-Mitarbeiter nicht so einfach wegkehren oder vielmehr wegfahren können, ist der Sperrmüll, der leider viel zu oft das Stadtbild verschandele. Fast wöchentlich liegen, oftmals an denselben Stellen, nicht mehr gebrauchte Möbel, alte Auslegwaren oder Teppiche und sonstiger Unrat vor den Wohnhäusern. "Selbst wenn wir Samstagvormittag alles Herumliegende einsammeln lassen, steht Montag früh erneut etwas da“, ärgerte sich Uwe Radnick, Leiter Hausmeister bei der WIS.
"Wir machen sehr viel um unsere Wohngebiete sauber zu halten, sind jedoch auf die Mithilfe der Mieter angewiesen“, so Gabriela Jurk. Sie wolle an die Bewohner appellieren, sich Müllberge vor ihren Haustüren nicht gefallen zu lassen. Denn letztendlich tragen alle die Kosten dafür. "Wir geben nicht auf, die Verursacher ausfindig zu machen“, informierte Uwe Radnick. Im Rahmen des aktuellen Service-Konzeptes der WIS „Mehr Service – mehr Nähe“ hat der Vermieter eine Vereinbarung mit einem privaten Logistikunternehmen geschlossen. Jenes fahre fortan auf Abruf Samstagvormittag den illegal herumliegenden Sperrmüll ab. Dies solle die Mieter jedoch nicht dazu animieren, ihren Müll nun regelmäßig am Wochenende vor die Tür zu stellen. "Wir schauen
genau hin, wo der Müll herkommt. Es gibt Möglichkeiten, das herauszufinden. Wenn der Verursacher bekannt ist, bekommt er die Sonderentsorgung in Rechnung gestellt“, mahnte Uwe Radnick.
Diese Mehrausgaben könne man sich sparen. Jeder Haushalt hat zweimal im Jahr die Möglichkeit kostenlos Sperrmüll abholen zu lassen. Dafür müsse man lediglich das Abholkärtchen ausfüllen, welches im Abfall-Kalender des Kommunalen Abfallentsorgungsverbandes „Niederlausitz“ (KAEV) enthalten ist. Den Kalender hatte jeder Haushalt am Jahresanfang in seinem Briefkasten.
Die Abhol-Anmeldung ist auch online möglich.
Das zuständige Entsorgungsunternehmen Alba plant anhand der vorliegenden Anmeldungen ihre Touren und schickt den Mietern Termine zu. Erst am Vorabend des von der Alba genannten Abholtermins dürfe der Sperrmüll an die Straße gestellt werden. "Unsere Mieter können jederzeit unsere Hausmeister ansprechen, falls es Probleme mit dem Termin gibt. Wir finden immer eine Lösung“, ist sich Gabriela Jurk sicher. Seinen Müll ohne Termin einfach an die Straße zu stellen sei illegal, so Jurk und Radnick. Das könne teuer für den Verursacher werden.
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