Die verschiedenen Entwürfe zeigten insbesondere Bebauungsvarianten, die die Anmutung des Ortes erhalten und an vorhandene räumliche Qualitäten der früheren Wiesenburg anknüpfen und dabei, ohne zu historisieren, bestehende charakteristische Gebäudeteile und nach dem Krieg entstandene Freiräume einbeziehen. Zur Adressbildung und Anschluss an die Nachbarschaft wird die Öffnung zur Kolberger Straße vorgeschlagen.
Das Konzept vom Büro ps wedding sieht die Bewahrung des heutigen, vor allem durch die verbliebenen Strukturen und landschaftliche Anmutung geprägten Charakters der Wiesenburg bei gleichzeitiger Erweiterung der vorhandenen vor allem kulturellen und gewerblichen Nutzungen mit neuen sozialen und Wohnfunktionen vor. „Wir wollen das Alte mit dem Neuen verbinden, ohne dabei zu musealisieren“, so Projektleiter Oliver Clemens.
Neben der Weiterentwicklung bestehender Nutzungen und Unterbringung von nicht störendem Gewerbe wurden verschiedene Wohnformen diskutiert. degewo unterstützt die Unterbringung von Geflüchteten und prüft auch eine Umsetzung am Standort Wiesenburg. Hinsichtlich der sozialräumlichen Einbeziehung des Umfeldes waren sich allerdings alle Beteiligten einig, dass der Bau „modularer Unterkünfte für Flüchtlinge“, kurz MUF, mit einer Konzentration von 300 bis 500 Geflüchteten am Standort nicht Ziel sein kann. „Nur eine integrative und gemischte Lösung mit deutlich weniger Menschen, die Raum für weitere Nutzer lässt, ist für das Quartier sozialverträglich“, sagt Christian Schöningh vom Architekturbüro Die Zusammenarbeiter.
Wie hoch der Anteil der verschiedenen Nutzungsarten für das Gelände ausfällt, entscheidet sich zu einem späteren Zeitpunkt. Für das Gesamtkonzept zur Entwicklung der Wiesenburg wird in der zweiten Stufe des Werkstattverfahrens ein Gewerbenutzungs- und Beteiligungskonzept erstellt. Auf dieser Grundlage werden die vorgestellten Entwürfe dann vertieft.
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