"Ich zahle doch Steuern! Was wollen Sie überhaupt von mir?" So lautet eine der eher harmlosen Antworten, die die neuen Kollegen der DEGEWO-Kiezstreife mitunter von Hundehaltern hören, deren Tiere sozusagen in flagranti erwischt wurden.
Hunde und ihre Hinterlassenschaften sind Dauerthema in ganz Berlin und leider auch in der Gropiusstadt. Die Kiezstreifen, die von morgens 7 Uhr bis in den frühen Abend auf verschiedenen Routen auf Sauberkeit und Ordnung achten, sind auf heikle Gesprächssituationen eingestellt. In Schulungen und Gesprächen lernten sie, auch gegenüber uneinsichtigen Mitbewohnern ruhig zu reagieren.Die DEGEWO arbeitet mit einem neuen Träger für diese über das Jobcenter Neukölln finanzierte Maßnahme zusammen, der BIQ (Beschäftigung, Integration, Qualifizierung). Der neue Träger betreut die MAE-Kräfte und qualifiziert sie in verschiedenen Schulungen für ihre neuen Aufgaben. So erhielten die Mobilitätshelfer einen Erste-Hilfe-Kurs und lernten, Rollstühle zu schieben.Die Mobilitätshelfer sind in dieser Qualität neu in der Gropiusstadt. Sie begleiten zum Einkaufen, auf Ämtergänge oder zum Arzt, sie lesen vor und organisieren auf Wunsch auch begleitete Fahrten durch Berlin. Zwei der sehr preiswerten Stadtrundfahrten – so erzählte einer der erfahrenen Mobilitätshelfer schmunzelnd - finden mit der S-Ringbahn oder der innerstädtischen Buslinie 100 statt. Sämtliche Hilfen sind völlig kostenfrei. Mieter, die Unterstützung benötigen, müssen mit den Helfern in der Teterower Straße 7 und im Feuchtwanger Weg 1 lediglich rechtzeitig ihren Wunschtermin vereinbaren.