WGH „Einheit“ Hennigsdorf eG: Hartmut Schenk geht am 1. Mai 2021 in den Ruhestand

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Mit fast 5.000 Wohneinheiten ist die WGH das größte Wohnungsunternehmen Hennigsdorfs. Ihre Erfolgsgeschichte ist maßgeblich den Entscheidungen zu verdanken, die Hartmut Schenk in seiner über 30 Jahre währenden Vorstandstätigkeit getroffen hat. In dieser Zeit ist die Genossenschaft zu einem wirtschaftlich sehr stabilen, innovativen und kundenorientierten Unternehmen gewachsen.

Nach sechsjähriger Tätigkeit als technischer Leiter wurde Schenk ab 1. Februar 1991 das erste Mal zum Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „Einheit“ Hennigsdorf eG bestellt, seit 1995 ist er Vorstandsvorsitzender. Schon während der Zeit des politischen Übergangs kämpfte er mit hohem Engagement für die Umgründung der AWG „Einheit“ zur Wohnungsgenossenschaft „Einheit“ Hennigsdorf eG und reichte am letzten Tag der DDR, dem 2. Oktober 1990, beim Registergericht in Potsdam Babelsberg die dafür notwendigen Unterlagen ein.

Unter seiner Leitung und durch seine unermüdlichen Bemühungen zur Beschaffung von Fördermitteln und Krediten konnten zwischen 1992 und 1998 rund 4.600 Wohnungen, also der gesamte damalige Wohnungsbestand, umfangreich modernisiert werden. Damit war die WGH eine der ersten Genossenschaften im Osten, die schon in den 90er Jahren allen Bewohnern ein zeitgemäßes Zuhause bieten konnte.

In den folgenden Jahren wurden Neubauprojekte realisiert, deren jeweilige Ausführung sich immer an den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer orientierte. So entstanden 1995 die Geschäftsstelle mit sieben Wohnungen in der Parkstraße 60, 1999 in Nieder Neuendorf 29 hochwertige Reihen- und Doppelhäuser, 2001 in Hennigsdorf-Nord ein Einkaufszentrum für die Nahversorgung der Bewohner des Wohngebietes sowie 2004 im Wohngebiet Post ein altersgerechter Wohnkomplex mit 59 Wohneinheiten und einem im Haus ansässigen Pflegedienst. Weiterhin wurden 2014 im Wohngebiet LEW vier erdwärmebeheizte Stadtvillen mit 32 hochwertig ausgestatteten Wohnungen und 2016 im Wohngebiet Stahlwerk acht komfortable Reihenhäuser errichtet. Ende 2019 konnte mit den „Fontanehöfen“ das seit der Wende größte Neubauprojekt der Genossenschaft fertiggestellt und pünktlich an die Mitglieder und Mieter der 112 Wohnungen und 127 Tiefgaragenstellplätze übergeben werden.

Drei Mal wurde die WGH mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut - fit für die Zukunft“ des BBU ausgezeichnet. Prämiert wurden die Projekte „Altersgerechtes Wohnen im Zentrum“, „Hochwertige Stadtvillen“ und „Wegweisender Neubau für Familien“.

Nicht nur die Verbesserung der Wohnqualität innerhalb der Häuser und den Neubau, sondern auch die ansprechende Gestaltung von Fassaden und des Wohnumfelds hat der Vorstandsvorsitzende vorangetrieben. Viele Spielplätze wurden gebaut, Grünanlagen aufgewertet, Bienenbäume- und Insektenwiesen angepflanzt. Sogar ein Fitnessparcours, eine Sonnenuhr und eine Boulebahn sind im Paul-Schreier-Wohngebiet entstanden.

Insgesamt wurde der Wohnungsbestand in dieser Zeit durch Neubau und Zukauf um 408 Wohnungen erhöht. Investitionen in Höhe von 287,7 Millionen Euro wurden für Neubau, Modernisierung und Instandhaltung aufgewendet. 14,2 Millionen Euro wurden so in Wohnumfeldmaßnahmen, wie zum Beispiel 1.035 Parkplätze, gesteckt.

Umfangreiches soziales Engagement

Hartmut Schenks Überzeugung, dass zu genossenschaftlichem Wohnen und Leben auch soziales Engagement gehört, führte zu zahlreichen, von den Mitgliedern und Mietern begeistert angenommenen, Aktivitäten, wie beispielsweise Buchlesungen, Vorträge, zum Beispiel über Erbrecht, Busfahrten, Skat- und Rommé-Turniere, Jubilarfeiern für die Älteren und Puppentheateraufführungen für Kinder. Highlights eines jeden WGH-Jahres sind das große Mieterfest im Juni und die Weihnachtsparade kurz vor Weihnachten.

Immer wieder bewies Herr Schenk seine Fähigkeit, Krisen mit schnellen Entscheidungen zu meistern, zuletzt zu Beginn der Corona-Pandemie. Mittels massiver Einschränkungen der persönlichen Kontakte der Mitarbeiter untereinander sowie zu den Mitgliedern und Mietern und der Einführung von Homeoffice schon im März 2020 konnte der reibungslose Arbeitsablauf in der Wohnungsgenossenschaft langfristig sichergestellt werden. So bleibt die WGH auch in diesen schwierigen Zeiten ein sicheres Zuhause für alle Bewohner.

Immer im Einsatz für Hennigsdorf

Der unentwegte Einsatz des WGH-Chefs für die Hennigsdorfer ging stets auch über die Genossenschaft hinaus. Jüngst hat er sich für den Bau einer Ersatzbrücke während der Reparaturarbeiten an der Havelbrücke und gegen bedeutend steigende Fernwärmepreise stark gemacht.

Sein Engagement als Vorstandsvorsitzender der WGH sowie für die gesamte Berlin-Brandenburgische Wohnungswirtschaft aufgrund seiner Aktivitäten in Gremien des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V., der BBA-Akademie der Immobilienwirtschaft e. V. und des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. wurde 2012 mit der Goldenen Ehrennadel des BBU gewürdigt.

Zu seinem 30-jährigem Jubiläum als Vorstand der WGH am 1. Februar 2021 wurde ihm zu Ehren ein Säulen-Tulpenbaum vor der Geschäftsstelle in der Parkstraße 60 gepflanzt. Die dazugehörige Tafel erinnert an Hartmut Schenk und ehrt sein berufliches Lebenswerk.

Am 30. April 2021 übergibt Hartmut Schenk, der immer die Courage hatte, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen zu treffen, die Leitung der WGH an seine Vorstandskollegen, Stefanie Haase und René Sperber. Auch zukünftig wird er auf das Engste mit seiner Genossenschaft verbunden bleiben.

Maren Kern, BBU-Vorständin, wünscht ihm alles Gute für den Eintritt in den Ruhestand: 

„Ich habe Hartmut Schenk in der sehr langen Zeit unserer Zusammenarbeit als jemanden kennen- und schätzen gelernt, der den Genossenschaftsgedanken lebt und für seine WGH Bemerkenswertes geleistet hat. Ich danke Hartmut Schenk für seine fast drei Jahrzehnte währende, überaus engagierte, gewinnbringende und jederzeit vertrauensvolle Arbeit, vor allem im Arbeits- und Verbandsausschuss des BBU und als Sprecher des Arbeitskreises Genossenschaften Potsdam. Hartmut Schenk hat in fast 30 Jahren die Perspektive einer Wohnungsgenossenschaft in einer Umlandgemeinde mit Expertise und Leidenschaft vertreten. Diese Stimme wird dem BBU und mir persönlich fehlen. Für seinen Ruhestand wünsche ich Hartmut Schenk von Herzen viel Freude mit seiner Familie, seinen Freunden und Wegbegleitern sowie seinen Hobbies, beste Gesundheit, vielleicht noch den einen oder anderen kleinen Einsatz in der Wohnungswirtschaft und alles erdenklich Gute.“
 

Foto: Hartmut Schenk, Copyright: WHG 

 

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