In neun Hauseingängen wurden mit dem Aufzugseinbau barrierefreie Wohnungszugänge geschaffen. Dazu mussten die bestehenden Treppenanlagen demontiert werden, die Wohnungen waren 12 Tage für die Bewohner nicht zugänglich. In vier Hauseingängen, bei denen diese Variante bautechnisch nicht umsetzbar war, wurden die Aufzugsanbauten mit Halt auf den bestehenden Treppenzwischenpodesten errichtet, so dass barrierearme Wohnungszugänge entstanden. Hier erfolgten die Arbeiten in bewohntem Zustand.
„Natürlich wäre es einfacher gewesen, alle 13 Aufzugsanbauten in der Standardvariante mit barrierearmer Zuwegung auszuführen“, erläutert Frank Wilke, technischer Vorstand der Genossenschaft. „Bei der Entscheidung, die maximale Anzahl barrierefreier Zugänge umzusetzen, lagen Nachhaltigkeit und der Nutzen für die Genossenschaftsmitglieder in unserem Fokus. Barrierefreiheit ermöglicht älteren Bewohnern einen längeren Verbleib in ihrem gewohnten Umfeld und auch junge Familien nehmen einen erleichterten Zugang zu den Wohnungen gerne an, so dass sich eine Mehrgenerationenwohnanlage entwickeln kann.“
Abgeschlossen wurden die Bauarbeiten mit der Umsetzung eines anspruchsvollen Freianlagenkonzeptes. Es entstanden neue Spiel- und Ruhezonen in einem naturnahen Gartenbereich mit Blühwiese, private Mietergärten und Hochbeetflächen für die von den Mietern gewünschten Kräuterbeete. Bei den Neupflanzungen fiel die Wahl auf vogel- und insektenfreundliche Arten, die perspektivisch klimaverträglich an diesem Standort gedeihen können.
Das Projekt belegt einmal mehr, dass die bestehenden WBS70-Wohngebäude der Ostberliner Großsiedlungen durch Umbauten an moderne Wohnanforderungen angepasst werden können. Der Erhalt und die Ertüchtigung der Bestandsgebäude folgt dem ökologischen Nachhaltigkeitsgrundsatz des Bewahrens der grauen Energie, die für die Errichtung der Gebäude verwendet wurde.
Nachgerüstete barrierefreie Aufzüge © WG Wuhletal
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