WETTBEWERB DER STROMANBIETER HILFT DEM LAND BERLIN BEIM SPAREN

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Nach europaweiter Ausschreibung wechselt das Land Berlin seinen Stromlieferanten erneut. Vergeben wurden acht einzelne Lose an den jeweils günstigsten Anbieter. Wie die Senatsverwaltung für Finanzen aktuell mitteilt, ging der Zuschlag für alle Lose für die Jahre 2007 bis 2009 an die Vattenfall Europe Berlin AG & Co. KG. Insgesamt hatten auf die Ausschreibung 19 Interessenten reagiert, sieben gaben Angebote ab. Dabei war es verpflichtende Bedingung, dass kein Strom aus Kernkraftwerken geliefert und die Herkunft des Stroms offen gelegt wird. Weitere ökologische Kriterien wurden in Form von Nebenangeboten abgefragt.Abgesehen von den nach EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) geforderten Mindestabnahmemengen werde Vattenfall Europe dem Land Berlin ausschließlich Strom liefern, der aus örtlichen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen stamme, so die Senatsverwaltung. Damit werde die Lieferung hohen Ansprüchen an die Umweltverträglichkeit der Stromerzeugung gerecht. Das Land Berlin bezieht jährlich über 900 Gigawattstunden Strom. Zu versorgen sind über 7.000 Abnahmestellen sowie die elektrischen Straßenlaternen und Verkehrsampeln. Trotz der Auswahl des günstigsten Bieters sei ein Anstieg der Stromkosten für das Land zu erwarten, weil der Marktpreis für Strom insgesamt stark angezogen habe, hieß es aus der Senatsverwaltung. In 2007 sollen sie (ohne Netznutzungsentgelte) bei voraussichtlich 87 Mio. Euro liegen, im Vergleich zu 68 Mio. Euro im Jahr 2006. Die Ausschreibung und Vergabe des Strombezugs wurde bereits zum dritten Mal durchgeführt. Aktuelle Stromlieferanten in den Jahren 2005 und 2006 sind die Unternehmen Lichtblick und Electrabel.