WENN HIP HOP, RAP, POP UND ROCK DIE KLASSISCHE MUSIK ENTDECKEN

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Es ist eines der landesweit größten Musikprojekte in Berlin. Rund 2.000 Schülerinnen und Schüler der Gropiusstadt nehmen daran teil und dürfen in den kommenden drei Jahren das Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt hautnah erleben. Im Unterricht werden die Schüler von einer Musikpädagogin des Konzerthauses auf die ausgewählten Veranstaltungen am Gendarmenmarkt vorbereitet. Eine Kooperation der degewo AG mit dem Konzerthaus macht es möglich. "Die Kinder und Jugendlichen erhalten erste und neue Einblicke in die Welt der klassischen Musik", beschreibt Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin die Ziele. Die Schulen des Bildungsverbundes Gropiusstadt profitieren davon. "Wir haben das Projekt initiiert, um den Schülerinnen und Schülern einmalige Erfahrungen zu ermöglichen und so ihr Blickfeld zu erweitern", sagt degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka zum Projektstart.Rund 16 Kilometer sind es von der Gropiusstadt zum Gendarmenmarkt. Doch musikalisch liegen zwischen dem Neuköllner Quartier und dem Konzerthaus an einem der schönsten Plätze Europas vermutlich Welten. Vor allem dann, wenn die Besucher Schüler der Klassen 1 bis 13 sind. Deren Musikgeschmack liegt oft zwischen Hip Hop, Rap, Pop und Rock oder ganz woanders, wenn sie aus Zuwandererfamilien stammen. Von Ravels "Bolero", Mozarts "Zauberflöte" und Schumann "Kinderszenen" haben sie häufig noch nichts oder nicht viel gehört."Wer sieht, wie Kinder und Jugendliche das Konzerthaus erleben, der ist sich sicher, dass dieses Projekt ein großer Erfolg wird", sagt Prof. Dr. Nordmann. "Die Atmosphäre, die Musik, das Spiel bereitet jungen Menschen Freude, sensibilisiert die Sinne und macht oft genug Lust auf Mehr." Acht Schulen des ebenfalls von der degewo initiierten Bildungsverbundes Gropiusstadt beteiligen sich an dem dreijährigen Projekt. Von der 1. bis zur 13. Klasse werden die Schüler auf den Veranstaltungsbesuch vorbereitet, erhalten die Lehrer Materialien und erleben dann eine Probe oder Aufführung im Konzerthaus. "Führungen durch das klassizistische Gebäude, Gespräche mit Ensemblemitgliedern und ein anschließendes Nachgespräch runden das Erlebnis Konzerthaus ab", erläutert Christine Mellich, die das Projekt seitens des Konzerthauses betreut. Das Programm ist vielfältig und passt sich den jeweiligen Altersstufen an. Vom "Kranichflug" für Kinder ab 5 Jahren bis "Across the border" für Jugendliche ab 16 Jahren."Musik macht junge Menschen stark für das Leben. Das Projekt Konzerthaus meets Gropiusstadt wird den Schulunterricht mit ganz neuen Erlebnissen und Erfahrungen bereichern", sagt Frank Bielka. "Wir wünschen uns, dass daraus auch neue Impulse für die Beschäftigung mit Musik in den Berliner Schulen entstehen." Jungen Menschen eine Perspektive zu geben oder neue Chancen zu eröffnen, ist ein Anliegen der degewo, das bereits in zahlreichen Projekten seinen Ausdruck gefunden hat. Die Initialisierung der Bildungsverbünde Brunnenviertel und Gropiusstadt, diverse Kunstaktionen und der alljährliche Schüler-Triathlon sind nur drei Beispiele dafür. Auch dem Konzerthaus Berlin liegt die Förderung des Nachwuchses über die Talentsuche hinaus am Herzen. Das Junior-Programm des Konzerthauses mit Jugend-Specials und besonderen Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Familien steht beispielhaft dafür.Über das Projekt "Konzerthaus meets Gropiusstadt" informiert auch ein Film auf der Website www.degewo.de.

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 Kerstin Braun
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