Am 23. September überbrachte Infrastrukturminister Reinhold Dellmann in Potsdam Förderbescheide aus den Programmen "Städtebaulicher Denkmalschutz" und "Soziale Stadt". Damit stehen bis 2012 weitere 3,9 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 1991 wurde die Stadterneuerung/Stadtentwicklung in Potsdam mit Bundes-, Landes- und EU-Mitteln in Höhe von rund 262 Millionen Euro unterstützt.
Infrastrukturminister Reinhold Dellmann sagte bei der Übergabe der Förderbescheide, dass die Potsdamer Stadtsanierung eine Erfolgsgeschichte sei. "Der Stadt ist es gelungen, verschiedene Städtebauförderprogramme erfolgreich miteinander zu verknüpfen. Die einst vom Verfall bedrohte historische Innenstadt von Potsdam und auch der Stadtteilkern Babelsberg können sich sehen lassen. Dabei hat die Stadt die Wohngebiete im Süden nicht vernachlässigt und Verbesserungen für das Zusammenleben der Bewohner aus den Programmen "Zukunft im Stadtteil" und "Soziale Stadt" gefördert." so Dellmann.Im Programm "Soziale Stadt" werden 930.000 Euro bewilligt. Für das Wohngebiet Am Schlaatz stehen 130.000 Euro zur Verfügung, die u.a. für Stadtteilmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und kleinteilige soziokulturelle Projekte eingesetzt werden sollen. Ziel ist die Sicherung der bereits mit dem EU-Programm ZiS erreichten Aufwertungserfolge und die weitere soziale Stabilisierung des Stadtteils. Für das Wohngebiet Stern/Drewitz werden 800.000 Euro bewilligt. Der Schwerpunkt des Fördermitteleinsatzes liegt im Bereich des "Campus am Stern".Im Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" werden insgesamt drei Millionen Euro für drei verschiedene Sanierungsgebiete bewilligt. Im Sanierungsgebiet "Stadterweiterung Süd/Potsdamer Mitte" stehen 2,5 Millionen Euro zur Verfügung, um die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Entwicklung des zukünftigen Landtags und seines Umfeldes zu schaffen. Dazu gehört der Rückbau der Breiten Straße und der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße. Im Sanierungsgebiet "Babelsberg Nord und Süd" wurden 300.000 Euro bewilligt, mit denen private Eigentümer bei der denkmalgerechten Instandsetzung ihrer Häuser unterstützt werden sollen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die denkmalgerechte Umgestaltung der öffentlichen Straßen sowie die Erneuerung der sozialen Infrastruktur. Im Sanierungsgebiet "Am Kanal/Stadtmauer" stehen weitere 200.000 Euro für den Erhalt der verbliebenen Teile der Stadtmauer und die Instandsetzung von Gebäuden mit wertvoller Bausubstanz zur Verfügung.