WBM ist mit Kooperationsprojekt auf der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig

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Vom Modul zum Stadtquartier  - in der Diskussion: Modulares Bauen ohne den Zwang zur Monotonie, soziale Integration als Potential, Flexibilität und Nachverdichtung als Voraussetzung für eine urbane Zukunft.

In den jüngsten Migrationswellen manifestiert sich die Wandlung der Menschheit von ruralen Verhältnissen hin zu einer mehrheitlich urban geprägten Gesellschaft der Zukunft. Der Umbruch schärft unseren Blick auf eine Herausforderung, die in den meisten Metropolen längst Realität ist: Die vehemente Dynamik einer wachsenden Stadt, die zugleich allen Bevölkerungsschichten zu erschwinglichen Konditionen ein Wohnen und Arbeiten auch in ihren zentraleren Lagen ermöglicht.

Unsere Städte verweisen den Neuankömmling jedoch bis dato meistenteils an die Peripherie von Stadt und Gesellschaft. Für eine wirkungsvollere und nachhaltigere Gegentendenz, vorhandene Stadtquartiere zu vergleichsweise niedrigen Kosten und kurzen Bauzeiten nachzuverdichten, geben die Strategien vergangener Jahrzehnte als einem „Wendepunkt im Bauen“ nur bedingt Kontur. Selbst die Mittel des Bauens erscheinen vor den Herausforderungen bisweilen wie Relikte einer vorindustriellen Vergangenheit.

Ein erneuter, digitaler Wendepunkt des Bauens müsste zu einem Inkubator sinnvoller Stadtentwicklung geraten: Modulares Bauen ohne den Zwang zur Monotonie, soziale Integration als Potential, Flexibilität und Nachverdichtung als Voraussetzung für eine urbane Zukunft.

Ein Workshop der aac widmet sich dieser Thematik anhand eines realen Szenarios in Berlin. Ziel ist es, den technischen wie den kulturellen Hintergrund der Thematik intensiv auszuleuchten, um daraus einen wandelbaren Prototyp im Sinne eines Case Study House des 21. Jahrhunderts zu entwickeln.

Im Hinblick auf die gesellschaftliche und politische Relevanz der Aufgabenstellung ist die Mitwirkung aller an der Aufgabe Beteiligten intendiert: die WBM, The Happold Foundation, Vertreter der Architekten und Ingenieure, Stadt- und Zukunftsforscher sowie produzierende Unternehmen.

Auf der Biennale in Venedig vom 25.–28.05.2016 gab es die Möglichkeit, zahlreiche Experten und fachlich Interessierte an einem Ort zu versammeln und im Rahmen von Charettes und Vortragsveranstaltungen erste Ideen zu generieren, die dann in den Räumlichkeiten der aac in Hamburg in den Folgewochen vertieft werden.

Bild: From Module to Urban Quarter, Case Study Houses for the 21st-Centrury Berlin, Ideenwortkshop der aac

Ansprechpersonen

 Mieke Goldhahn
Mieke
Goldhahn
Referentin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (30) 89781 - 127