WBG POTSDAM-WEST FEIERT SIEBZIGJÄHRIGES BESTEHEN

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"Wir hatten 70 Jahre keinen Leerstand, wir werden auch in den nächsten 70 Jahren keinen haben. Genossenschaften sind unsterblich." Mit diesem Zitat der Vorstandsvorsitzenden Angelika Eckhardt leitete die Märkische Allgemeine Zeitung kürzlich einen Bericht über den 70. Geburtstag der Wohnungsbaugenossenschaft Potsdam-West ein. Vor genau 70 Jahren habe ein Beamter im Amtsgericht Potsdam die Genossenschaft als „Potsdamer Bauverein für Kleinwohnungen e.G. mbH“ ins Genossenschaftsregister eingetragen. 200 Reichsmark, zahlbar in Raten zu fünf Reichsmark waren die damaligen Bedingung für die Mitgliedschaft. Auch 1935 schon seien für Neubauten Kleingärten platt gemacht worden: Die Stadt verkaufte der Genossenschaft ein Gelände, das Teil einer Schrebergartenkolonie war, und sorgte für die Planung von 499 Kleinwohnungen und vier Läden. Die 3,76 Millionen Reichsmark teure Wohnanlage konnte sich schon damals sehen lassen. Die Wohnungen verfügten über Küche und Bad mit Kohleöfen, Trockenböden im Dach, Waschküchen im Keller und Garagen, die vom Hausinneren erreichbar waren. Dass die auf 16 Blocks verteilten Wohnungen so klein waren, erweise sich heute als Marktvorteil, so Angelika Eckhardt. Der Trend zur Singlewohnungen sei spürbar. Größere Wohnungen hätte die Genossenschaft aber auch zu bieten, nämlich in jenen sieben Aufgängen, die zum Kriegsende komplett zerbombt und 1959 bis 1961 stilgerecht mit anderen Grundrissen wieder aufgebaut worden waren. Drei bis vier Bewerber gäbe es heute für jede Wohnung, für die größeren sogar lange Wartezeiten. 500 Wohnungen habe man inzwischen im Bestand, dazu würden 240 im Auftrag der Stadt und des Sanierungsträgers verwaltet. Alle vier Vorstände arbeiten ehrenamtlich.