WASSERPREISE IM LAND BRANDENBURG: UNTERSCHIEDE BIS ZU 120 PROZENT

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BBU aktualisiert und erweitert seine Preisdatenbank – Vorstellung Ende Mai Bereits im Februar hatte der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) mit seiner Datenbank zu Preisen für Wasser, Gas und Fernwärme sowie den Grundsteuerhebesätzen im Land Brandenburg und Berlin für Aufsehen gesorgt. Nun arbeitet der größte wohnungswirtschaftliche Verband der Region für Ende Mai an einer Aktualisierung und Erweiterung. Erstes Ergebnis: Durch die Berücksichtigung von nunmehr insgesamt 60 Städten und Gemeinden im Land Brandenburg ist beim Wasser die Spanne zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter auf fast 120 Prozent geklettert. Außer der Erhöhung der Zahl der berücksichtigten Städte und Gemeinden von zuvor 32 auf 60 wird die Neuauflage der BBU-Preisdatenbank auch Angaben zu weiteren Betriebskosten-Posten enthalten. Neu aufgenommen werden die Preise für Strom, Müllentsorgung und Straßenreinigung. "Die Preisunterschiede bei den brandenburgischen Wasserpreisen fallen nach der Aktualisierung und Erweiterung der BBU-Preisdatenbank noch deutlicher aus", kommentierte BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt die Ergebnisse der ersten Auswertungen. Oranienburg, das bei der ersten Ausbaustufe der Preisdatenbank Ende Februar noch an der Spitze der Rangfolge gestanden hatte, wurde klar von den neu aufgenommenen Städten Luckau und Spremberg verdrängt. Mit 7,60 Euro bzw. 7,10 Euro liegen die Preise dort nicht nur fast 50 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 5,08 Euro. Zudem beträgt der Unterschied zum mit je 3,46 Euro pro Kubikmeter in Calau, Lübbenau und Vetschau brandenburgweit günstigsten Wassertarif knapp 120 Prozent. Das bedeutet: Für die gleiche Leistung gibt es in einer Region bzw. in drei benachbarten Landkreisen Preisunterschiede von mehr als vier Euro je Kubikmeter. "Auch beim Müll zeigen sich starke Preisunterschiede zwischen einzelnen Entsorgern", so Burkardt. "Konkrete Zahlen werden wir voraussichtlich Ende Mai der Öffentlichkeit vorstellen. Damit wollen wir bei den Ver- und Entsorgern den Rechtfertigungsdruck erhöhen. Unser Ziel ist die Schaffung von Transparenz in einem unnötig diffusen Markt". Unter dem Dach des BBU sind 363 Wohnungsbaugesellschaften und –genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereinigt. Die von den BBU-Mitgliedern verwalteten ca. 1,11 Millionen Wohneinheiten stellen 49 Prozent des Mietwohnungsbestandes im Land Brandenburg und 41 Prozent des Mietwohnungsbestandes in Berlin dar.