Abgeschwächte Wanderungsdynamik gegenüber Vorjahren mit nun höchstem Zuzug aus Berlin
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat am 28. Juli 2026 aktuelle Zahlen zu den Wanderungsbewegungen von und nach Brandenburg im Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach verzeichnete das Land im Jahr 2025 mehr Zuzüge (82.399) als Fortzüge (65.774). Damit wurde ein Wanderungsgewinn von 16.625 Personen erreicht, der auf die Nettozuwanderung aus dem Ausland (+7.579) sowie aus Berlin (+12.452) zurückgeht.
Der im Jahr 2025 verzeichnete Wanderungsgewinn Brandenburgs fällt im dritten Jahr in Folge niedriger aus als im jeweiligen Vorjahr (2022: +55.521 Personen, 2023: +29.786 Personen; 2024: +22.629 Personen), was vor allem auf deutlich geringere Zuzüge nach Brandenburg (-4,6 % bzw. -3.943 Personen) zurückzuführen ist. Demgegenüber stiegen die Fortzüge aus Brandenburg um 3,2 % bzw. +2.061 Personen. Hauptzielgebiete der Abwanderungen sind nach wie vor das Ausland (fast 23.000 Personen) sowie Berlin (18.619 Personen). Mit 31.071 aus Berlin zugezogenen Personen besteht aber nach wir vor ein deutlicher Zuzugsüberschuss aus der Bundeshauptstadt.
Mit dem übrigen Bundesgebiet verzeichnete Brandenburg einen Fortzugsüberschuss (-3.404), der gegenüber dem benachbarten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern am stärksten ausfiel (-1.169). Nur gegenüber Thüringen und dem Saarland bestand ein leichter Zuzugsüberschuss.
Im Ergebnis verzeichneten 2025 alle Landkreise und kreisfreien Städte einen Wanderungsgewinn mit höchsten Zuzugsüberschüssen in den an Berlin angrenzenden Landkreisen Barnim (+2.268), Dahme-Spreewald (+1.894) und Oberhavel (+1.774). Bei der Betrachtung der Strukturräume erlangte im Jahr 2025 der Weitere Metropolenraum (+8.425) erneut einen höheren Wanderungsgewinn als das Berliner Umland (+8.200). Auf das Berliner Umland entfielen insgesamt 59.556 Zu- und 51.356 Fortzüge; der Weitere Metropolenraum verzeichnete 86.065 Zu- und 77.640 Fortzüge.
Hinsichtlich der Altersstruktur zeigen die Wanderungsströme auch 2025 bekannte Muster auf: Vor allem die sogenannten Familienwanderer, also Kinder unter 18 Jahren (+3.922) und die 30- bis unter 50-Jährigen (+6.593) führen den Wanderungsstrom aus der Hauptstadt in die Mark Brandenburg an. Einzig bei unter 18- bis unter 30-Jährigen, die sich zur weiterführenden Ausbildung und beruflichen Orientierung aus Brandenburg wegbewegten, war die Wanderungsbilanz gegenüber Berlin negativ (-1.506).
Detaillierte Daten, Zeitreihen sowie der aktuelle statistische Bericht "Wanderungen im Land Brandenburg 2025" stehen auf der Seite des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg als Excel-Dateien und als PDF zum Download zur Verfügung.
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