Norbert Reinelt kam 1992 als technischer Leiter zur GeWoSüd und wurde 1994 in den Vorstand bestellt. Seinen Sachverstand als Architekt konnte er in die unmittelbar anstehende Sanierung der nach der Wende rückübertragenen Objekte in Weißensee und Treptow einbringen, wo die Genossenschaft mit erheblichem Aufwand den Bestand ertüchtigte und den Wohnraum durch Aufstockungen erweiterte – damals ein Novum für die GeWoSüd, die seit den 1970er-Jahren keine Neubauten mehr errichtet hatte. Ohne die Überzeugungsarbeit und die immense Geduld von Norbert Reinelt wäre dieses Vorhaben niemals erfolgreich umsetzbar gewesen, ebenso wenig wie die Zusammenführung der Bestände und der Mitglieder in Ost und West.
Diese Erfahrungen flossen in die grundlegende Sanierung und Modernisierung aller zwölf GeWoSüd-Standorte ein, ein Projekt, das Norbert Reinelt seit seiner Berufung zum Vorstandsvorsitzenden 2001 bis zuletzt stets vorantrieb und das mit der denkmalgerechten Sanierung des historischen Lindenhofs in diesem Jahr zu Ende ging. Gute, funktionale und zeitgemäße Architektur in Verbindung mit nachhaltigem, energieeffizientem Bauen waren dabei die Leitideen, mit denen der GeWoSüd-Bestand behutsam erneuert und zusätzlich neuer Wohnraum errichtet wurde. Insgesamt wurden während Norbert Reinelts Amtszeit als Vorstand 185 Mio. Euro investiert und 233 Wohnungen neu geschaffen, was für eine eher kleine Genossenschaft wie die GeWoSüd eine enorme Summe ist.
Den Vorstand der Genossenschaft bilden ab Mai 2021 Matthias Löffler, seit 2015 im Vorstand der GeWoSüd und wie bisher für den kaufmännischen Teil zuständig, sowie Walter Schuller, bisher technischer Leiter und Prokurist bei der GeWoSüd, der im Januar 2021 in den Vorstand bestellt wurde und von nun an den technischen Bereich verantworten wird. Die Genossenschaft setzt damit auf Erfahrung, Kontinuität und Innovation.
Matthias Löffler, Norbert Reinelt, Walter Schuller (von links); Fotograf: Roland Horn
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