VOM MIETER ZUM MALER

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Die kleinste Wohnungsgesellschaft des Landes Brandenburg befindet sich, wie die Mieterzeitung "Wohnen in Berlin/Brandenburg" aktuell berichtet, in Rüdersdorf: Die WIBO Gesellschaft für Wohnraumversorgung sozial Benachteiligter betreibt vier im Jahr 1997 für rund sechs Millionen Euro errichtete drei- bis vierstöckige Häuser mit insgesamt 54 Sozialwohnungen. Hinzu kommen zwölf weitere Wohnungen in zwei sanierten Häusern älteren Baujahrs. In ihnen betreibt die Gesellschaft, wie der Geschäftsführer Wolfgang Schumacher erläuterte, ein Projekt des integrierten Jugendwohnens. Zwei Wohnungen vermiete die WIBO an einen Verein für behinderte Mitbürger, in zehn Wohnungen fänden junge Erwachsene aus Brandenburger und Berliner Jugendeinrichtungen ihre ersten eigenen vier Wände. Andere Wohnungen seien an sozialmietberechtigte Rüdersdorfer Familien vermietet, erläutert Schumacher seine "integrative Bewohnermischung".Projektleiter des WIBO-Beschäftigungsprogramms und sozialer Hausmeister in Personalunion ist Gerd Baillon, früher Lehrmeister in einem Baubetrieb. Alles, was die Jugendlichen bei ihm erlernten, so Baillon, habe mit Wohnen zu tun. Das Unternehmen wolle den Jugendlichen helfen, auf eigenen Füßen zu stehen. Dazu gehöre auch, falls möglich, später eine Lehrstelle, vielleicht als Maler, Tischler oder Elektriker, zu ergattern.