VKU-GUTACHTEN SETZT BERLINER WASSERBETRIEBE UNTER RECHTFERTIGUNGSDRUCK

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BBU: WIESO IST DAS TRINK- UND ABWASSER IN BERLIN SO TEUER?Berlin – Heute stellten nicht nur die Berliner Wasserbetriebe (BWB) ihre Jahresbilanz für 2007 vor. Außerdem präsentierte auch der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), bei dem die BWB Mitglied sind, ein Gutachten. Seine Kernaussage: Reine Preisvergleiche führten bei Wasser in die Irre. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) sieht die BWB hinsichtlich der Höhe der Berliner Wasserpreise allerdings durch das Gutachten unter Zugzwang. Das von Prof. Dr.-Ing. Robert Holländer von der Universität Leipzig im Auftrag des VKU erstellte Gutachten hebt hervor, dass eine Vielzahl von Faktoren auf regionale Wasserpreise Einfluss nehme. Entsprechend sei der bloße Vergleich von Kubikmeterpreisen nicht sinnvoll, so das Fazit. Als potenziell Kosten steigernde Faktoren genannt wurden beispielsweise die Notwendigkeit der Wasserversorgung über Fernwasserleitungen, schwierige Wassergewinnung, niedrige Bevölkerungsdichten oder ein hügeliges und damit pumpintensives Versorgungsgebiet.Hierzu BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt: "Die von Professor Holländer genannten, potenziell Kosten steigernden Einflussfaktoren treffen unserer Ansicht nach in wesentlichen Teilen auf das Berliner Versorgungsgebiet der BWB nicht zu. Wir haben hier keine Fernwasserleitungsversorgung, dafür aber eine hohe Bevölkerungs- und Anschlussdichte sowie eine Versorgung über Grundwasser. Vor dem Hintergrund des Gutachtens stellt sich so umso dringender die Frage: Wieso kostet der Kubikmeter Trink- und Abwasser den Berliner Verbraucher rund 40 Prozent mehr als in München? Auf diese Frage müssen BWB und Senat endlich klare Antworten geben."Burkardt kündigte für April die Vorstellung der aktualisierten und erneut erweiterten BBU-Preisdatenbank an.Unter dem Dach des BBU sind 363 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.