Mit der Einrichtung eines Quartierstreffs im Wohngebiet Waldstadt hat die Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft eG (pbg) wesentlich zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur in der Landeshauptstadt beigetragen. Für das Projekt wurde die Genossenschaft am 14. September 2026 von BBU-Vorständin Maren Kern und Brandenburgs Infrastruktur-Minister Robert Crumbach mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ ausgezeichnet. Die Genossenschaft erhielt die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal.
BBU‑Vorständin Maren Kern gratulierte: „Mit ihrem Quartierstreff zeigt die Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft eindrucksvoll, dass genossenschaftliches Engagement weit über die Bereitstellung von Wohnraum hinausgeht. Hier ist ein lebendiger Ort entstanden, der Begegnung, Beratung und Beteiligung ermöglicht und damit den sozialen Zusammenhalt im Quartier nachhaltig stärkt. Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Angebot vollständig aus eigener Kraft geschaffen und über viele Jahre kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Der pbg Quartierstreff steht beispielhaft für zukunftsorientierte Quartiersarbeit und gelebte Verantwortung vor Ort.“
Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach betonte: „Der pbg Quartierstreff ist ein überzeugendes Beispiel für soziale Stadtentwicklung in Brandenburg. Mit einem vielfältigen Angebot stärkt die Genossenschaft gezielt das Miteinander im Quartier und schafft wohnortnahe Unterstützungsstrukturen. Der Treff wirkt dabei als Brücke zwischen verschiedenen Generationen und gesellschaftlichen Gruppen. Die Kooperation mit der AWO erweitert das Angebot sinnvoll. Damit wird deutlich, welch wichtigen Beitrag Genossenschaften zur sozialräumlichen Stabilisierung und für lebenswerte Stadtteile leisten.“
Martin Harsche und Christof Harms‑Spentza, Vorstandsmitglieder der Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft eG, sagten: „Die Auszeichnung freut uns sehr und ist für uns eine besondere Anerkennung unserer Arbeit im Quartier. Der Quartierstreff ist über viele Jahre gewachsen und hat sich zu einem zentralen Ort der Begegnung in der Waldstadt entwickelt. Mit der Öffnung für alle Menschen im Quartier, der engen Zusammenarbeit mit Partnern wie der AWO und der jüngsten Weiterentwicklung des Standortes konnten wir das Angebot noch einmal deutlich stärken. Dass dieser Treff so gut angenommen wird, bestätigt unseren Ansatz und motiviert uns, diesen Weg weiterzugehen.“
Zum Projekt: pbg Quartierstreff
Mit ihrem Quartierstreff hat die pbg mitten im Wohngebiet Waldstadt I (südöstlich des Stadtzentrums) einen offenen und integrativen Ort geschaffen, der über die klassische Mitgliederbetreuung hinausgeht. Die Bewohnerschaft ist vielfältig und setzt sich sowohl aus langjährigen Mieterinnen und Mietern als auch aus neu zuziehenden Bewohner*innen zusammen. Der Treff entstand zwischen 2010 und 2012 und wurde im Jahr 2013 eröffnet. Das Quartier „Waldstadt I“ gilt als erstes Neubaugebiet Potsdams und ist geprägt durch eine Zeilenbebauung der 1950er-Jahre. Zuvor war das Hofgelände im Besitz des Grünflächenamts Potsdam mit Parkplätzen und Garagen sowie Lager- und Büroräumen.
Ziel und Konzept: Raum für Gemeinschaft und Teilhabe
Als eigenständiger Treffpunkt fügt sich der Quartierstreff funktional und architektonisch in das Umfeld ein und steht allen Menschen im Quartier offen. Durch die bewusste Öffnung für alle Interessierten versteht sich die Einrichtung als verbindendes Element im Stadtteil. Das Konzept setzt auf Eigenverantwortung, ehrenamtliches Engagement und Kooperationen, um dauerhaft niedrigschwellige Angebote zu schaffen.
Martin Harsche und Christof Harms‑Spentza ergänzten zur Zielsetzung der Einrichtung: „Der pbg Quartierstreff soll ein offener, lebendiger Ort der Begegnung für alle Menschen im Viertel sein – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Stabilisierung und Weiterentwicklung der Waldstadt I. Er soll nachbarschaftliche Netzwerke und bürgerschaftliches Engagement stärken und ein wohnortnahes Angebot für unterschiedliche Zielgruppen schaffen. Diese Mischung aus Genossenschaft, Sozialträger und Zivilgesellschaft macht den Quartierstreff zu einem lebendigen und nachhaltigen Treffpunkt im Quartier.“
Dies zeigt sich auch in der Nachfrage: Die Angebote werden intensiv genutzt, und die Vermietung der Räume ist besonders an Wochenenden stark ausgelastet.
Ausstattung, Kooperationen und soziale Angebote vor Ort
Die Räumlichkeiten sind barrierearm und funktional gestaltet. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Wintergarten mit angeschlossener Küche, ein großer Seminarraum mit Nebenräumen sowie attraktive Außenbereiche mit Sitzgelegenheiten. Ergänzt wird das Angebot durch einen Outdoor-Fitness-Parcours.
Seit Juli 2024 kooperiert die pbg mit dem AWO Bezirksverband Potsdam e. V., der das Angebot des Quartierstreffs um verschiedene Beratungsleistungen ergänzt. Angebot und Raumvergabe werden von einer Koordinatorin vor Ort betreut. Zum Angebot zählen unter anderem Schuldnerberatung, Unterstützungsangebote für Familien sowie Beratung zu inklusiver Arbeit. Auch wird der AWO-Mittagstisch gut angenommen und bietet nicht nur ein warmes Essen, sondern auch die Möglichkeit zum Austausch und Beisammensein. Die Finanzierung des Angebots erfolgt gemeinsam durch Genossenschaft und AWO. Darüber hinaus wird der Treff von zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen sowie Vereinen und Selbsthilfegruppen genutzt.
Rund 1,2 Millionen Euro investiert
Für Sanierung und Umbau des Treffpunkts hat die pbg insgesamt 1,2 Millionen Euro aus Eigenmitteln investiert. 2025 wurden zusätzlich 30.000 Euro für weitere Umbauten aufgewendet. Seit 2015 fallen zudem 50.000 Euro für Instandhaltungs-, Verwaltungs- und Personalkosten für die Bewirtschaftung an. Der laufende Betrieb wird durch die Mieteinnahmen gedeckt.
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