Am 5. Oktober wurde in München erstmals der BBU-Immobilienpreis an die besten Absolventen des Masterstudiengangs "Real Estate Management" der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft verliehen. BBU-Vorstand Maren Kern zeichnete den besten Absolventen und den Autor der besten Masterarbeit des aktuellen Jahrganges aus und gratulierte beiden sehr herzlich.
"Der Masterstudiengang Real Estate Management zeichnet sich durch hohen Praxisbezug aus, liefert wertvolle Erkenntnisse für unsere Wohnungsunternehmen und bringt bestens ausgebildete Absolventen hervor. Wir möchten mit diesem neu gestifteten Preis dazu beitragen, die Bedeutung von lebenslanger Ausbildung und Nachwuchsförderung auch in der Wohnungswirtschaft stärker ins Bewusstsein zu rücken." so Kern. Auch Ingeborg Junge-Reyer, Senatorin für Stadtentwicklung in Berlin und Schirmherrin des Studiengangs, würdige bei der Auszeichnung die Bedeutung des MBA für die Immobilienbranche und den Standort Berlin/Brandenburg.Als bester Absolvent des sechsten Jahrgangs wurde Volker Theobald, Leiter Recht bei der Pro Potsdam GmbH, ausgezeichnet. Der Jurist hatte sich bereits während seines Erststudiums mit Rechtsphilosophie befasst und stellte Ethik ins Zentrum seiner Masterarbeit. Er machte deutlich, dass Moral und Wirtschaftlichkeit in der Immobilienbranche keine Gegensätze darstellen, sondern sich nachhaltig in eine Balance bringen lassen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht nötig sei jedoch ein neues Berechnungsmodell, das in der Lage ist, ökologisches, ökonomisches und soziales Engagement in Kennzahlen gefasst quantifizierbar zu machen. Nicht zuletzt brauche es Unternehmensmitarbeiter, die ein Grundverständnis von Ethik haben und in der Lage sind, ihr Handeln zu reflektieren, so Theobald, der sich dafür einsetzt, Ethik bereits in der Ausbildung zum/-r Immobilienkaufmann/-kauffrau zu vermitteln. Für den Masterstudiengang entschied sich Theobald nach einem Gespräch mit seiner Geschäftsführung, die ihm die berufsbegleitende Weiterbildung im Rahmen ihres Personalentwicklungsprogramms empfohlen hatte.Der Preis für die beste Masterarbeit ging an Martin Heide, Immobiliensachverständiger und Geschäftsführer der Rhenodomus Hausverwaltungs GmbH in Bonn. Er reiste zur Recherche sogar nach Oxford, weil es in Deutschland kaum Literatur zu seinem Thema "Gated Communities" gab. Dem ausgebildeten Historiker, der in Johannesburg zur Schule ging, in Schottland studierte und an der Western Michigan University einen Lehrauftrag inne hatte, waren eingezäunte und bewachte Wohngebiete bereits aus Südafrika, den USA und dem deutschen Mittelalter bekannt. Entsprechend verwundert war er, welche Aufregung sie als vorgebliche Neuerung in Deutschland auslösten. Seine Masterarbeit kommt zu dem Ergebnis, dass das Modell der amerikanischen Gated Communities auf Deutschland nicht übertragbar ist, weil es eine, wenn auch freiwillige, Beschneidung der Bürgerrechte beinhalten kann, die in Deutschland geltendem Recht widerspräche und auch von der Gesellschaft nicht akzeptiert wird.Die Ergebnisse ausgewählter Masterarbeiten werden in loser Reihenfolge in den Publikationen des BBU veröffentlicht.Der berufsbegleitende Masterstudiengang Real Estate Management wird von der HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft e.V., Berlin angeboten. Er ist von der FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation) und von der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) akkreditiert. Am 1. April 2011 startet der achte Jahrgang. Interessierte haben die Möglichkeit, sich am 15. Oktober 2010 und am 1. Dezember 2010 jeweils um 16.00 Uhr in der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft über das Studienprogramm zu informieren. Weitere Infos unter www.mba-real-estate.de und bei Kathleen Reiß, Telefon: 030 23 08 55-24, E-Mail: kathleen.reiss@bba-campus.de.
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