VERBRAUCHERPREISINDEX BERLIN IM APRIL 2008: ANSTIEG GEGENÜBER APRIL 2007 UM +2,4 PROZENT

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Der Verbraucherpreisindex für Berlin ist von März 2008 bis April 2008 um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 105,6 (Basis 2005=100) leicht gesunken. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, beträgt die Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat April 2007 +2,4 Prozent. Die Gesamtentwicklung des Verbraucherpreisindex gegenüber März 2008 von –0,1 Prozent wurde maßgeblich durch Preisrückgänge bei Mieten für Ferienwohnungen (-14,5 %) und Pauschalreisen (-13,4 %) bestimmt, so dass die weiteren Preiserhöhungen bei Energie (+1,8 %) und anderen Waren und Leistungsgruppen im Preisindex insgesamt im kurzfristigen Vergleich nicht sichtbar wurden.Teurer als im Vormonat waren insbesondere Heizöl, Kraftstoffe, Personenbeförderung im Verbundverkehr, alkoholische Getränke und pharmazeutische Erzeugnisse. Auch die Nahrungsmittelpreise sind im April 2008 gegenüber dem Vormonat wieder etwas angestiegen, wie z.B. bei Zucker oder Getreideerzeugnissen. Durch weitere Preissenkungen bei Heimelektronik blieb die Preisentwicklung für diese Gütergruppe auch im April 2008 weiterhin verbraucherfreundlich.Die jährliche Veränderungsrate von +2,4 Prozent ging im April 2008 zurück (Januar: +3,0 %, Februar: +2,7 %, März: +3,0 %). Ursache dafür waren ebenso wie bei der kurzfristigen Entwicklung die Preisrückgänge bei Pauschalreisen und Mieten für Ferienwohnungen, die den Einfluss weiter gestiegener Energie- (+9,4 %) und Nahrungsmittelpreise (+6,7 %) auf die Gesamtentwicklung gegenüber April 2007 dämpften. Bei den Energieprodukten waren vor allem Heizöl, Kraftstoffe, Gas und Strom erneut deutlich teurer als vor einem Jahr. Ohne Einbeziehung der Energiepreise hätte sich der Verbraucherpreisindex im April 2008 nur um 1,7 Prozent erhöht. Bei den Nahrungsmitteln wurden weiterhin überdurchschnittliche Preissteigerungen für Molkereiprodukte und Eier (+23,0 %), Speisefette und -öle (+17,4 %), Brot und Getreideerzeugnisse (+8,9 %) ermittelt. Die Gemüsepreise sind dagegen in diesem Monat gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,1 Prozent gesunken. Deutlich höhere Preise für alkoholische Getränke, pharmazeutische Erzeugnisse, Verpflegungsdienstleistungen, Freizeit- und Kulturdienstleistungen sowie höhere Nettokaltmieten trugen letztendlich zur Gesamtentwicklung gegenüber dem Vorjahr bei. Günstiger blieben auch im Jahresvergleich weiterhin die Preise für Heimelektronik und Telekommunikationsdienstleistungen.