Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Februar 2010 gegenüber Februar 2009 um 0,6 Prozent gestiegen. Im Januar 2010 hatte die Inflationsrate noch bei 0,8 Prozent gelegen. Dabei blieben die Energiepreise insgesamt stabil, wobei sich die einzelnen Energieträger sehr unterschiedlich entwickelten.
So stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Preise für Mineralölprodukte deutlich (+ 11,1%; davon leichtes Heizöl: + 13,8%; Kraftstoffe: + 10,5%), auch Strom verteuerte sich binnen Jahresfrist (+ 3,4%). Gleichzeitig gingen die Preise für Gas (- 19,6%) sowie für Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme (- 12,9%) deutlich zurück. Insgesamt gleichen sich die gegensätzlichen Preisentwicklungen der Energieprodukte gegenüber dem Vorjahr fast aus.Die Nahrungsmittelpreise lagen im Februar 2010 trotz der seit November 2009 wieder steigenden Preise um 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Günstiger waren vor allem Gemüse (- 4,0%) und Molkereiprodukte (- 3,3%). Preisanstiege wurden dagegen bei Fisch (+ 4,4%) sowie bei Speisefetten und -ölen (+ 3,5%) festgestellt. Erwähnenswert ist auch der erhebliche Preisrückgang bei Zucker (- 12,2%).Die Preisentwicklung für langlebige Gebrauchsgüter blieb im Februar 2010 aus Sicht der Konsumenten weiterhin günstig (- 0,5% gegenüber Februar 2009). Besonders verbraucherfreundlich entwickelten sich die Preise für einige Erzeugnisse der Unterhaltungselektronik (Fernsehgeräte - 22,7%), für Informationsverarbeitungsgeräte (PCs - 14,5%, Notebooks - 12,2%) sowie für Foto- und Filmausrüstungen (Digitale Kameras: - 9,2%).Insgesamt erhöhten sich im Vorjahresvergleich die Preise für Waren um 0,3 Prozent. Die Preise für Dienstleistungen stiegen mit 0,8 Prozent deutlich stärker (darunter Nettokaltmieten: + 1,0%).
Ansprechpersonen