Wie aus den am 16. Mai vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes in Ostdeutschland hervorgeht, wächst der Umsatz der Industrie in den neuen Bundesländern schneller als im alten Bundesgebiet. Auch im Land Brandenburg ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen.
Die Märzumsätze des verarbeitenden Gewerbes lagen im Land Brandenburg im Jahresvergleich um zehn Prozent höher. Die Zahl der Beschäftigten nahm um 5,7 Prozent zu. Auch im Vergleich zu den übrigen ostdeutschen Bundesländern produziert die brandenburgische Industrie vor allem für den deutschen Markt: Die Exportquote ist mit 27,4 Prozent relativ niedrig. Dass die Exporte in den letzten zwölf Monaten insgesamt jedoch um 19,7 Prozent zulegten, belegt die Wettbewerbsfähigkeit der brandenburgischen Produkte. Das verarbeitende Gewerbe in Berlin verzeichnete im Jahresvergleich zum März 2006 hingegen einen leichten Rückgang. Der Umsatz nahm um 0,9 Prozent ab, die Beschäftigung sogar um vier Prozent. Mit 34,1 Prozent ist der Exportanteil in Berlin zwar höher als im Land Brandenburg. Die Ausfuhren der Berliner Industrie nahmen im Jahresvergleich jedoch nur um 0,3 Prozent zu. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Länder, Bundesminister Wolfgang Tiefensee, sprach von "beeindruckenden Zahlen". Das verarbeitende Gewerbe in Ostdeutschland habe seine Wettbewerbsfähigkeit gesteigert und entwickle sich zum "Jobmotor". Besonders erfreut zeigte sich Tiefensee von der weiteren Zunahme der Investitionen in Deutschland.