VDW BAYERN: MIETER KAUM BEREIT, INVESTITIONEN FÜR DEN KLIMASCHUTZ MITZUFINANZIEREN

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Mehr als 90 Prozent der deutschen Mieter halten Investitionen zur Energieeinsparung für notwendig. Doch vier von fünf wollen sich nicht einmal mit einem Teil ihrer eingesparten Nebenkosten an einer solchen Investition beteiligen. Das ergab eine Repräsentativumfrage des VdW Bayern (Verband bayerischer Wohnungsunternehmen). Eines habe die Umfrage deutlich gezeigt: Ein Großteil der Mieter will die Investitionen nicht mitfinanzieren. Eine direkte Beteiligung an den Investitionen durch eine höhere Miete komme nur für fünf Prozent der Befragten infrage. Nur jeder Fünfte sei bereit, sich zumindest mit einem Teil der eingesparten Nebenkosten zu beteiligen. Selbst unter Besserverdienern (ab 3.000 Euro Haushalts-Nettoeinkommen) seien es lediglich 41 Prozent. Knapp die Hälfte der Befragten sehe hier den Vermieter in der Pflicht.Viele Wohnungsunternehmen können die notwendigen Investitionen jedoch nicht allein tragen. Einen Ausweg sehen laut der Befragung knapp zwei Drittel der deutschen Mieter in einer stärkeren staatlichen Förderung. Dass die derzeitige Förderung ausreiche, glauben demnach nur vier Prozent der Befragten. Zwei von drei fordern, der Staat solle Investitionen zum Klimaschutz bei Wohnungen und Häusern stärker fördern. Zwölf Prozent sehen die Zuständigkeit für die Finanzierung einer Klimaschutzmodernisierung allein beim Vermieter oder Hausbesitzer.Bei der Frage, wie modernisiert werden soll, setze die Mehrheit derjenigen, die sich eine Entscheidung zutrauen, auf Maßnahmen zum Senken des Energieverbrauchs (65 %). Ein Drittel plädiere eher für die Nutzung erneuerbarer Energien. Acht Prozent hielten solche Maßnahmen für komplett überflüssig. Trotz der Aktualität des Themas Klimaschutz habe etwa ein Viertel der Befragten mit "weiß nicht" geantwortet.Die Umfrage wurde von der GfK Marktforschung im Auftrag des VdW Bayern durchgeführt. Sie interviewte 1.956 Männer und Frauen ab 14 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter 955 Mieter.