VATTENFALL KÜRZT AUF DRUCK DER BUNDESNETZAGENTUR DIE STROMPREISE

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Die Bundesnetzagentur hat am 19. September Genehmigungen für die Stromnetzentgelte der Vattenfall Europe Distributionen Berlin (früher Bewag) und Hamburg (früher HEW) erteilt. Dabei wurden die im Antrag geltend gemachten Kosten um rund 15 Prozent gekürzt. Die Kürzung wird trat zum 18. September in Kraft. Die Absenkungen bei den Netzentgelten erfassen praktisch alle Netznutzergruppen. Die Preisänderungen fallen in den einzelnen Spannungsebenen und den verschiedenen Verbrauchsbereichen entsprechend der Vorgaben der Stromnetzentgeltverordnung je nach Netzinanspruchnahme durch die Kunden unterschiedlich hoch aus.Nach Angaben von Vattenfall bedeutet die Absenkung für die Privat- und Gewerbekunden eine Entlastung von durchschnittlich 4,9 Prozent. Bei einem für Berlin typischen Jahresstromverbrauch von 2.300 Kilowattstunden (kWh) seien bisher im Allgemeinen Tarif Berlin Klassik 491,72 Euro Stromkosten im Jahr fällig gewesen. Mit den neuen Preisen zahle der Kunde im gleichen Tarif künftig 467,80 Euro, und damit 23,92 Euro pro Jahr weniger. Insgesamt belaufe sich die Entlastung der Berliner Vattenfallkunden auf jährlich 52 Millionen Euro.Die Preise im Einzelnen:   Verbrauchspreis bis 17.09.2006 in Cent/kWh Verbrauchspreis ab 18.09.2006 in Cent/kWh Grundpreis unverändert (EUR/Monat) Privat Berlin Klassik 18,88 17,84 4,79 Berlin Klassik Plus 17,50 16,46 7,96 ÖkoPur 18,45 17,40 5,81 MultiConnect 17,05 16,01 7,96 Gewerbe Berlin Profi 19,09 18,05 4,79 Wirtschaftssenator Harald Wolf hat unterdessen die Tarifsenkgung von Vattenfall begrüßt. Der Versorger  käme damit der Auflage im Genehmigungsbescheid seiner Behörde vom Frühjahr dieses Jahres nach. Dies zeige, wie wichtig eine staatliche Regulierung in einem Markt sei, der von wenigen großen Konzernen beherrscht werde. Das heiße aber auch, dass die staatliche Preisgenehmigung für Strom über das bisher geltende Datum Ende Juni 2007 hinaus verlängert werden müsse.Der BBU hat Vattenfall umgehend nach Bekanntgabe der Entscheidung der Bundesnetzagentur aufgefordert, auch für Sondertarifkunden, wie es die Berliner Wohnungsunternehmen sind, die nicht von Lichtblick beliefert werden, die Auswirkungen der gesenkten Netznutzungsentgelte umgehend bekannt zu geben. Dies wurde zugesagt.Auch bei Lichtblick wurde angefragt, welche Auswirkungen die Entscheidung der Bundesnetzagentur für deren Stromkunden hat.Der BBU begrüßt nachdrücklich, dass sich Wirtschaftssenator Wolf für eine Verlängerung der Preisgenehmigung für Strom über das Jahr 2007 hinaus einsetzen will.