Urbane Unorte, aufregend anders: 20 M² BERLIN

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Vom 7. Oktober bis 5. November 2016 präsentieren WBM und die Hochschule Darmstadt eine aufwändig inszenierte Ausstellung, die zeigt, dass genügend kreativer Platz in der kleinsten Hütte ist. Am 6. Oktober wird die Ausstellung gemeinsam mit Senatsbaudirektorin Regula Lüscher eröffnet.

Wenn Bauland knapp und teuer wird, ist Kreativität gefragt. Eine Antwort ist, Orte zu identifizieren, die bisher nicht im Fokus für die Entwicklung von Wohn- und Gesellschaftsräumen standen. Mitten im Zentrum Berlins, in der Spandauer Vorstadt, ruhen urbane Unorte und harren ihrer Wiederentdeckung. Im Bestand der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH finden sich 58 solche teils winzigen Lücken – diese entstanden, als der heutige Szenekiez um die Linienstraße durch Wohnhäuser in Plattenbauweise erweitert wurde. Da einige Exemplare dieser Art nur schwer dem rechten Winkel entsagen konnten, blieben auf dem altstädtischen Straßenraster konische Resträume zwischen Platte und Altbau zurück. Straßenseitig verkleidet, entglitten sie dem städtischen Gedächtnis und bis heute auch einer immobilienwirtschaftlichen Relevanz.


Entwurf-Sven Kirst

Das Architekturbüro Brandlhuber+ analysierte bereits 2010 diese Orte, die teilweise groß genug wären, um individuelle und auch neue Wohnformen in begehrter Lage aufzunehmen. Auf Initiative der WBM konzentrierte sich bereits die ars 16 berlin exemplarisch auf zwei dieser Lücken. Internationale Studententeams entwarfen qualitativ hochwertige Lebensräume auf engstem Raum. Die Ausstellung im Haus Schwarzenberg reagierte mit ungewöhnlichen Lösungen auf die demographische Entwicklung, kulturell divers geprägte Anforderungen an Wohnraum und klimatische Veränderungen.

20 M² BERLIN – Kleinstwohnungen in Berlin-Mitte

Den Erfolg dieser Ausstellung nahm die WBM zum Anlass, das Thema zu vertiefen. Gemeinsam mit Prof. Carsten Gerhards von der Hochschule Darmstadt entstand so eine Ausstellung, die gezielt Bausteine für Kleinstwohnungen präsentiert oder auch Ideen für Gemeinschaftsräume, die allen Bewohnern der Spandauer Vorstadt zugutekommen. Die potenziellen Baulandreserven dieser Berliner Restflächen bieten räumliche Qualitäten, die ganz unterschiedliche Nutzerbedürfnisse befriedigen können. Die 14 Entwürfe der Studierenden stellen sich der Herausforderung, auf extrem beengtem Raum einen lebendigen Ort zu schaffen, in dem die täglichen Rituale eines Menschen auf 20 Quadratmetern unter¬gebracht sind. Die Zukunft des Wohnens in den Metropolen wird somit radikal neu gedacht. Neben der Ausstellung, die noch bis zum 7. November in der Architektur Galerie Berlin SATELLIT läuft, wird es ein Architekturgespräch geben. Am 13. Oktober diskutieren Carsten Gerhards, Philipp Oswalt und Jan Liesegang von raumlaborberlin die Baulandreserven, die inmitten unserer hochverdichteten Städte schlummern – und die entdeckt und entwickelt werden wollen.

Für WBM-Geschäftsführer Jan Robert Kowalewski stellen die Restlücken im Bestand seines Wohnungsunternehmens die letzten Orte für räumliche Experimente im urbanen Gefüge Berlins dar: „Neben den umfangreichen Neubauprojekten der WBM sind experimentelle Ansätze wie 20 M² BERLIN der kreative Input, der zu neuen Ideen führt und auch über das Unternehmen hinaus die Menschen inspiriert“.

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 Mieke Goldhahn
Mieke
Goldhahn
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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