Lärm- und geruchintensive Müllschlucker sowie überfüllte Abfallsammelplätze gehören bei "Neues Berlin" der Vergangenheit an. Als erstes Unternehmen der Berliner Wohnungswirtschaft realisiert die Genossenschaft die Abfallentsorgung ihrer elfgeschossigen Wohnhäuser vollständig über unterirdische Sammelbehälter im neuartigen Unterflursystem.
Eine Auswertung der beiden Pilotanlagen in der Hohenschönhausener Ahrenshooper Straße für das Jahr 2012 hat nun gezeigt, dass mit der Inbetriebnahme der Unterfluranlagen erhebliche Einsparungen von mehr als 20.000 Euro gegenüber 2011 realisiert werden konnten. Dies entspricht einer Reduzierung der Müll- und Hauswartkosten um mehr als 40 Prozent. Die deutlichsten Einsparungen im Zusammenhang mit dem Unterflursystem erzielte die Genossenschaft bei den Restmüllkosten. Im Jahr 2011 verfügten alle neun Hausaufgänge in der Ahrenshooper Straße 22 und 30 über je ein Müllhaus mit zwei 1.100-Liter-Behältern und je einer Reservetonne, die zweimal wöchentlich entleert wurden. Hohes Fassungsvermögen und bessere MülltrennungMit der Inbetriebnahme der Unterfluranlagen wurden die neun Müllhäuser geschlossen und auf zwei zentrale Abfallsammelplätze reduziert. Durch das hohe Fassungsmögen der unterirdischen Behälter, die Eigenverdichtung des Abfalls, der besseren Vermeidung unnötiger Leerkapazitäten und einer vereinfachten Anpassung der Entleerungszyklen reduzierte sich das abgerechnete und entsorgte Behältervolumen an den beiden Pilotstandorten im ersten Jahr des Betriebs von 1.830 auf 1.040 Kubikmetern. Über die verbesserte Mülltrennquote konnte das Restmüllaufkommen zusätzlich deutlich reduziert werden.Sinkende Betriebskosten: nachhaltigEinsparungen ergaben sich auch durch den geringen Reinigungs- und Instandsetzungsaufwand der Anlagen und den erheblich reduzierten Arbeitsaufwand der Hauswarte. Bis zur Umstellung auf das neue System mussten sie die 1.100-Liter-Behälter zweimal wöchentlich zur Entsorgung an die Straße stellen. Die Betreuung der Unterfluranlagen ist weit weniger zeitintensiv: die Hauswarte beobachten den Füllstand, halten saisonale Unterschiede fest und tragen dazu bei, die Entleerungszyklen weiter zu optimieren und die Betriebskosten zu senken. "Unsere Entscheidung, in die moderne Technologie der Unterfluranlagen zu investieren – und nicht etwa in den Ausbau der veralteten Müllabwurfanlagen – hat sich als richtig herausgestellt. Dass Einsparungen möglich sind, war uns bewusst. Doch die Kostenreduzierung um mehr als 40 Prozent hat auch uns überrascht", so Stefan Krause, Vorstandsmitglied von "Neues Berlin". "Die Einsparungen bei Müll-, Hauswart- und sonstigen Kosten von 10 Cent je Monat und Quadratmeter Wohnfläche werden wir im Zuge der Betriebskostenabrechnung 2012 direkt an die Mieter der entsprechenden Wohnanlagen weitergeben." Für die Mieter einer Wohnung mit einer Wohnfläche von 70 Quadratmetern ergibt dies eine jährliche Einsparung von 84,00 Euro. Neben dem positiven Effekt auf die Betriebskosten bieten die Unterfluranlagen weitere Vorteile: der Sammelplatz benötigt nur eine geringe Fläche und fügt sich mit den schmalen Einwurfsäulen dezent in das Wohnumfeld ein. Die niedrige Einwurfhöhe ermöglicht eine barrierefreie Entsorgung der Abfälle. Lärm und unangenehme Gerüche werden aus den Häusern fern gehalten, sämtliche Abfallarten können bequem und haushaltsnah getrennt entsorgt werden.
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