UMZÜGE IN COTTBUS: STRÖBITZER SIND BESONDERS MOBIL

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Cottbus Schmellwitz ist besser als sein Ruf, Mitte liegt in der Gunst der Cottbuser ganz vorn und in Ströbitz zieht man besonders gerne um, berichtete jüngst die Lausitzer Rundschau. Das zeigen die von der Stadtverwaltung gesammelten Daten für das Jahr 2010. Durch die Stadt mit Sack und Pack. Wenn es nach Mario Sperlich geht, dann könnte dieser Trend noch möglichst lange anhalten. Der 47-Jährige ist Chef eines Cottbuser Umzugsunternehmens. Und er beobachtet, dass innerhalb des Stadtgebietes vor allem ältere Menschen umziehen. Entweder eine Erdgeschosswohnung oder betreutes Wohnen seien die bevorzugten Ziele, sagt er. Die von der Stadt veröffentlichte Statistik belegt: Vor allem Ströbitzer sind mobil. Sie verlassen besonders häufig ihren Stadtteil, Ströbitz lockt aber auch viele Einwohner aus anderen Wohngebieten an. Dem in den vergangenen Jahren arg gebeutelten Stadtteil Schmellwitz kehren zwar nach wie vor viele Leute den Rücken. Doch mehr als 500 Cottbuser haben sich im vergangenen Jahr auch bewusst für das Neubaugebiet als Wohnort entschieden. Nicht konkurrieren kann der Stadtteil im Norden allerdings mit Mitte. 682 Zuzüge aus anderen Cottbuser Stadtteilen gab es dort im vergangenen Jahr.Unternehmer Mario Sperlich verrät noch einen Trend, der in der Statistik nicht auftaucht. Wer die Stadt verlässt, sucht gern auch sein Glück im Ausland. Norwegen, Schweden, die Schweiz oder Spanien seien die bevorzugten Ziele. Dort geht es nicht selten erst einmal nur mit einem Koffer hin. "Viele lassen die Möbel bei uns einlagern, bevor sie sich endgültig für die neue Heimat entscheiden", sagt Mario Sperlich. Ein paar Wochen Frist setzen sich die einen, die anderen lassen auch schon mal anderthalb Jahre vergehen. Der Platz im beheizten Lager des Unternehmens werde langsam knapp.Allerdings können auch Umzüge innerhalb der Cottbuser Stadtmauern durchaus den Horizont erweitern. So erinnert sich Sperlichs Ehefrau Kerstin noch genau an den Umzug eines Paares. Der Mann, vielleicht Mitte 50, habe sich nach dem Umzug noch einmal im Vertrauen an sie gewandt, sagt Kerstin Sperlich. Ob es normal sei, dass Frauen zehn Kisten vollgepackt mit Schuhen besitzen, wollte er von Kerstin Sperlich wissen. Sie konnte den verunsicherten Mann beruhigen. "Ja, das ist es", sagte sie ihm.

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