UMZÜGE: BERLINER WERDEN ORTSTREUER

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BBU: Niedrigere Fluktuationen Zeichen für wirtschaftliche Erholung Die Einwohner der Hauptstadt waren 2006 weniger umzugsfreudig als 2005. Das zeigt die aktuelle Jahresstatistik des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU). Die Berliner sind damit ihren Ruf als "Umzugsweltmeister" los. Im Land Brandenburg blieb die Fluktuation unverändert. In beiden Ländern lag die Fluktuation unter dem Bundesdurchschnitt. Nach den Auswertungen des BBU kündigten 2006 bei den BBU-Mitgliedsunternehmen nur noch 8,9 Prozent der Berliner Mieter ihren Mietvertrag. Im Vorjahr waren es noch 9,5 Prozent. Im Land Brandenburg wurden 8,2 Prozent der Mietverhältnisse durch die Mieter beendet. 2005 waren es 8,1 Prozent. Die Umzugsfreudigkeit liegt damit sowohl in Berlin als auch im Land Brandenburg unterhalb des Bundesdurchschnitts von 9,6 Prozent. Noch vor ein paar Jahren galten die Berliner als Spitzenreiter bei den Wohnungswechseln. Diese Position nimmt jetzt von Niedersachsen eingenommen: Hier wurden 2006 12,7 Prozent der Mietverträge mieterseitig gekündigt. Bremen und Mecklenburg-Vorpommern folgten mit 11,9 bzw. 11,3 Prozent auf den weiteren Plätzen. Dies zeigt die Auswertung des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobileinunternehmen e.V., dem auch der BBU angehört. "Die in Berlin sinkenden Fluktuationsraten sind Ausweis der wirtschaftlichen Erholung der Stadt. Weniger Menschen ziehen arbeitsmarktbedingt um. Von daher ist es ein gutes Zeichen", bewertete BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt die Entwicklung. Eine weitere Ursache sei die steigende Nachfrage am Wohnungsmarkt. "Gute Wohnungen sind gefragt. Wer eine hat, will dort bleiben, selbst wenn die Miete dafür etwas höher ist." Die Mieterfluktuation gestaltete sich in den Berliner Bezirken unterschiedlich. An der Spitze stand 2006 der Wedding mit einer Fluktuation von 10,5 Prozent (Vorjahr: 10,6%). Auf Platz zwei folgte Prenzlauer Berg mit 10,3 Prozent (9,4%), Platz drei belegte Pankow mit 9,7 Prozent (9,4%). Am niedrigsten war die Fluktuation mit 7,2 Prozent in Mitte (6,6%), mit 7,6 Prozent in Tempelhof (8,8%) und mit 7,8 Prozent in Steglitz (9,5%). Unter dem Dach des BBU sind 368 Wohnungsbaugesellschaften und –genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die von den BBU-Mitgliedern verwalteten gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.