UMWELTSCHUTZ KONKRET: BBU-MITGLIEDSUNTERNEHMEN ÜBERTREFFEN KLIMAZIELE

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Seit 1990 haben die mehr als 360 Mitgliedsunternehmen des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) fast 30 Milliarden Euro in Modernisierung und Instandhaltung ihrer Bestände investiert. Ein Großteil davon floss in Maßnahmen zur energetischen Modernisierung. In den Berliner Beständen wurden Energieverbrauch und CO2-Ausstoß so im Schnitt um mindestens 20% verringert. Die sektorbezogenen Klimaziele des Kyoto-Protokolls konnten damit für den Bestand um mehr als 65% übertroffen werden. "Unsere Mitgliedsunternehmen handeln dabei nicht nur im Sinne der Umwelt, sondern natürlich auch im Interesse ihrer Mieter", so BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt. Aufgrund der Milliardeninvestitionen sind mittlerweile 39 % der von BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschafteten Bestände in Berlin umfassend und 17 % teilweise energetisch modernisiert. In den brandenburgischen Beständen sind sogar 58 % umfassend und 20 % teilweise energetisch modernisiert. Die damit einhergehende Reduzierung des Energiebedarfs um mindestens 20 % im Bestand entspricht einer Verringerung des CO2-Ausstoßes von über 20 %. BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt: "Damit haben unsere Berliner Mitgliedsunternehmen das sektorbezogene Kyoto-Protokoll sogar übererfüllt. Darauf sind wir sehr stolz." Für den Bereich der Haushalte sieht das sektorbezogene Kyoto-Protokoll bis 2012 eine Verringerung des Klimagas-Ausstoßes von zwölf Prozent vor. Die energetischen Modernisierungen betrafen vor allem Maßnahmen zur Fassaden- und Dachdämmung, Modernisierung von Heizanlagen und der Nutzung von Solarthermie. Große Anstrengungen wurden vor dem Hintergrund des Umweltschutzes und der Preisentwicklungen auch bei der Umstellung der Energieträger unternommen. Hier wurden vor allem Strom und Kohle betriebene Anlagen durch den Anschluss an das Fernwärmenetz sowie auch Gasbefeuerung ersetzt. Da die Fernwärme in Berlin meist aus Kraft-Wärmekopplung stammt und über ein modernes Leitungsnetz verteilt wird, ist sie als Wärmequelle besonders umweltschonend und preisgünstig. Im Hinblick auf Klimaänderung und Preisentwicklung dürfe man in den Modernisierungsanstrengungen jedoch nicht nachlassen, so Burkardt. "Unsere Mitglieder haben hier schon viel erreicht. Trotzdem werden sie sich jetzt nicht zurücklehnen, sondern in Sachen energetische Modernisierung weitere Anstrengungen unternehmen." Unter dem Dach des BBU sind 363 Wohnungsbaugesellschaften und –genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereinigt. Die von den BBU-Mitgliedern verwalteten ca. 1,11 Millionen Wohneinheiten stellen 30 % des Wohnungsbestandes in Brandenburg und 38 % aller Wohnungen in Berlin dar.