Das Bundesumweltministerium hat ein Gesamtkonzept zur Energiepolitik bis zum Jahr 2020 vorgestellt. Die "Roadmap Energiepolitik 2020. Neues Denken – Neue Energie" konzentriert sich auf die zehn wichtigsten energiepolitischen Handlungsfelder. Sie analysiert das bislang Erreichte und zeigt auf, was bis zum Jahr 2020 noch zu tun ist.
"Die Roadmap ist eine seriös durchgerechnete Handlungsanweisung, mit der wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern können. Wir zeigen damit, wie wir Klimaschutz, Versorgungssicherheit und bezahlbare Energiepreise zusammenbringen", sagte Staatssekretär Matthias Machnig bei der Präsentation.Laut dem Konzept soll der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromversorgung bis 2020 auf über 30 Prozent ausgebaut, der Atomausstieg umgesetzt und effizientere fossile Kraftwerke gefördert werden. Durch Einsparmaßnahmen wie die energetische Gebäudesanierung und durch den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien könne der fossile Wärmebedarf bis 2020 um ein Viertel gesenkt werden. Zwar sei bei der Förderung der erneuerbaren Energien bereits viel erreicht worden, im Bereich der Energieeffizienz bestehe jedoch ein enormer Handlungsbedarf. Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, die Energieproduktivität bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 zu verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse der Strombedarf um elf Prozent reduziert werden, so Machnig. Dafür seien effizientere Kraftwerke und mehr Effizienz in der Nachfrage nötig. Deshalb müsse ein Energieeffizienzgesetz auf den Weg gebracht werden, das zusätzliche Impulse für Energiedienstleistungen und wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahmen gibt. Die Roadmap kann im Internet unter www.bmu.de eingesehen und bestellt werden.