ÜBERSCHULDUNGSLAGE DEUTSCHER VERBRAUCHER HAT SICH ENTSPANNT

PDF
Nach dem SchuldnerKlima-Index Deutschland (SKID) der Creditreform Consumer GmbH ist im Sommer 2011 die Überschuldungslage der Verbraucher in Deutschland eher entspannt. Der neue Trendindikator soll künftig viermal jährlich veröffentlich werden und die künftige Entwicklung einer drohenden Überschuldung von deutschen Verbrauchern als Index darstellen. Dabei kennzeichnet ein Index über 100 Punkte eine eher entspannte, ein Index unter 100 Punkten eine eher angespannte Überschuldungslage. "Je höher der SchuldnerKlima-Index Deutschland ist, desto besser das Klima" so Siebo Woydt, Geschäftsführer der CEG Creditreform Consumer GmbH. Die Einflussfaktoren für das SchuldnerKlimaDer SchuldnerKlima-Index ergibt sich aus verschiedenen Einflussindikatoren: der Einschätzung der eigenen wirtschaftliche Lage und den Erwartung der zukünftigen Situation (ökonomisches Potenzial), dem Bestand an aktuellen und erwarteten finanziellen Verpflichtungen (Kreditaffinität) und dem Gefühl der finanziellen Überforderung bei sich und in seinem Umfeld (Schuldenstress). Ergänzend wird das Sparpotenzial (Möglichkeit Geld zu sparen) abgefragt.Positive Vorzeichen für das SchuldnerKlimaTrotz der angespannten globalen Wirtschaftslage, bewerten in der aktuellen Sommerbefragung knapp 40 Prozent der Verbraucher ihre eigene erwartete wirtschaftliche Lage als gut bis sehr gut (Frühjahr 2011: 29,8 Prozent). Gleichzeitig ist die Kreditaffinität der Befragten nahezu unverändert geblieben. So äußern knapp zwei Drittel einen leichten Rückgang ihrer eigenen Kreditverpflichtungen. Gleichzeitig geben 32,5 Prozent der Verbraucher eine gestiegene Bereitschaft an (+4,9 Prozentpunkte), zukünftig neue Kredite in Anspruch zu nehmen (Frühjahr 2011: 27,6 Prozent). Auch der persönliche Schuldenstress ist bei den Bundesbürgern zurückgegangen. Nur noch jeder neunte Bundesbürger (Frühjahr 2011: 10,0 Prozent) empfindet häufig das Gefühl, ihm könnten seine finanziellen Verbindlichkeiten "über den Kopf wachsen". Woydt stellt fest: "Die Sommerzeit ist nach unseren ersten Erfahrungen die Zeit, in der Verbraucher eher weniger konsumieren und sich in der Folge auch weniger verschulden." Das bestätigt auch die gemessene Sparneigung der Befragten. Immerhin 35,8 Prozent geben an, regelmäßig Geld für z.B. Anschaffungen, oder Urlaub beiseitelegen zu können (Frühjahr: 35,0 Prozent). Im Winter 2010/11 lag die Sparneigung noch bei 32,1 Prozent.

Ansprechpersonen

 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
Mitarbeiterin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (30) 89781 - 122